Der Supreme Court hat entschieden: Donald Trump darf weiter versuchen, die Briefwahl zu erschweren. Juristisch ist das nicht endgültig. Aber darum geht es auch gar nicht.
25. August 2026, 16:56 Uhr
Artikelzusammenfassung
Trump nutzt die Briefwahl, wenn sie ihm nützt. Nach seinen Attacken auf das Verfahren vor der verlorenen Wahl 2020 und dem daraus gespeisten Mythos der »gestohlenen Wahl« hat der Supreme Court ihm nun per Eilentscheidung den nächsten Move ermöglicht: Ein blockiertes Dekret zur Verschärfung der Briefwahl darf vorerst weiterverfolgt werden, auch wenn die Rechtsfrage selbst noch in der Schwebe hängt. Konkret geht es um mehr föderalen Zugriff auf eigentlich bundesstaatlich organisierte Wahlabläufe, um verifizierte Staatsbürgerschaft, Barcode-Umschläge und andere Compliance-Hürden – ein Setup, das vor allem jene trifft, die eher demokratisch wählen, also Minderheiten, Ältere, Geringverdiener. Weil die Zeit bis zu den Zwischenwahlen knapp ist, drohen weniger sauber implementierte Reformen als vielmehr ein toxischer Mix aus Rechtsunsicherheit, Verwirrung und Abschreckung; genau darin liegt, fast schon zynisch effizient, der politische Payload. Der Artikel liest Trumps Strategie deshalb als doppeltes Spiel aus Delegitimierung und Demobilisierung: Er füttert seine Base mit Betrugsnarrativen, setzt Gegner unter Druck und sorgt schon jetzt dafür, dass im Fall einer Niederlage wieder das alte Skript bereitliegt.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Wenn er einen Vorteil daraus zieht, hat Donald Trump bekanntlich nichts gegen bestehende Normen und Regeln. Als er die US-Präsidentschaftswahlen 2016 und 2024 gewonnen hatte, war eher nicht mehr die Rede von Problemen bei der Briefwahl – weil er selbst vielfach Stimmen für sich verbuchen konnte, die auf dem Postweg abgegeben wurden. Und es ist ja auch bequem, wenn man nicht ins Wahllokal muss: In Florida, seinem offiziellen Wohnsitz, nutzte Trump diese Möglichkeit für sich durchaus gern. Doch vor allem vor der am Ende verlorenen Wahl 2020 hatte er immer wieder versucht, die Briefwahl zu diskreditieren und etwa von »großen Problemen und Diskrepanzen« gesprochen, die Gefahr von Manipulationen beschworen: »Das wird der größte Wahlbetrug in unserer Geschichte.«