Südsudan: UN verurteilen tödlichen Angriff auf Blauhelme im Südsudan

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Im Südsudan sind zwei Blauhelmsoldaten überfallen und getötet worden. Die Vereinten Nationen bezeichneten die Angriffe auf ihre Friedensmission als »nicht hinnehmbar«.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, 25. August 2026, 6:06 Uhr

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Ein Geländewagen der Vereinten Nationen ist in Juba im Südsudan unterwegs. © Michael Kappeler/​picture alliance/​dpa

Die Vereinten Nationen haben einen tödlichen Angriff auf ihre Friedensmission im Südsudan verurteilt. Bei einem Überfall auf eine Patrouille im Bundesstaat Jonglei wurden am Montag zwei UN-Soldaten aus Äthiopien getötet. Sieben weitere Menschen wurden verletzt, darunter drei UN-Soldaten, zwei Polizisten und zwei zivile Mitarbeiter. »Solche tödlichen Angriffe auf UNMISS-Mitarbeiter, die sich für den Frieden im Südsudan einsetzen, sind nicht hinnehmbar«, sagte die UNMISS-Leiterin Anita Kiki Gbeho.

Die Patrouille war auf dem Weg in die abgelegene Region Pajut, als sie von bewaffneten Männern angegriffen wurde. Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Überfall. Die UN-Mission im Südsudan (UNMISS) entsandte eine Quick Reaction Force, um das Gebiet zu sichern und die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.

Neun Friedenssoldaten seit Jahresbeginn getötet

Mit den beiden Toten steigt die Zahl der seit Jahresbeginn von Milizen getöteten UN-Friedenssoldaten auf neun. UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte, Angriffe auf UN-Soldaten könnten nach internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Überfall. Er forderte eine rasche Untersuchung sowie die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen.

Im Südsudan wächst angesichts zunehmender Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Anhängern von Oppositionsführer Riek Machar die Sorge vor einer Rückkehr zum Bürgerkrieg. Nach UN-Angaben wurden zwischen Januar und Juli mehr als 450 Fälle von Gewalt gegen humanitäre Helfer und Hilfsgüter registriert – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

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