Südkorea: USA sagen amphibische Militärübung wegen Irankrieg ab

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Südkoreanischen Angaben zufolge haben die USA eine für den nächsten Monat geplante Militärübung mit Seoul abgesagt. Die US-Armee habe die Absage der amphibischen Landungsübung »Ssangyong« (zu Deutsch: »Zwillingsdrachen«) damit begründet, dass ihre Fähigkeit, Truppen zu entsenden, »aufgrund der Lage im Nahen Osten eingeschränkt« sei, sagte der Sprecher des südkoreanischen Marinekorps am Montag bei einer Pressekonferenz – ein Verweis auf den Irankrieg.

Die US-Marineinfanterie habe ihre südkoreanischen Kollegen bereits im Juni darüber informiert, dass für das als »Ssangyong« bekannte Manöver auf Divisionsebene nicht genügend Streitkräfte zur Verfügung stünden. Beide Verbündeten seien in ​enger Abstimmung über eine Wiederaufnahme der Übungen. Die US-Streitkräfte in Südkorea äußerten sich zunächst ⁠nicht ⁠dazu. Bei einem amphibischen Manöver proben Streitkräfte den Übergang von Wasser aufs Land. Geplant waren Landungsübungen mit Amphibienfahrzeugen.

Die Absage folgt auf die überraschende Anordnung von US-Präsident Donald Trump, ein jährliches Militärmanöver deutlich kleiner ausfallen zu lassen. Die Übungen ‌endeten bereits am vergangenen Freitag. Ursprünglich sollten sie ​bis zum ‌27. August dauern. Trump begründete diesen Schritt mit den Kosten und der Weigerung der Regierung in Seoul, sich am Krieg gegen Iran zu beteiligen.

Trumps Vorgehen wurde auch als Signal ‌an Nordkorea angesehen. Damit wolle der US-Präsident den Weg für ein mögliches neues Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong ‌Un bereiten, hieß es aus Südkorea. ​Ungeachtet des früheren ‌Endes des Manövers feuerte Nordkorea in der vergangenen Woche ‌zehn ballistische ​Kurzstreckenraketen ab und verurteilte die Übungen. Die Regierung in Pjöngjang kritisiert solche gemeinsamen Militärmanöver seit Langem als Proben für ⁠eine Invasion. »Ssangyong« galt als eine der Hauptübungen zwischen den Militärs der USA und Südkoreas, typischerweise beteiligen sich rund 10.000 Marinesoldaten an den Manövern, berichtet die »New York Times «.

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