Spanien: Zehntausende protestieren in Madrid gegen Wohnkrise

vor 1 Stunde 1

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

In Spanien hat sich die Durchschnittsmiete binnen eines Jahrzehnts verdoppelt. An einem von Gewerkschaften unterstützten Protest nahmen Zehntausende Menschen teil.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, 24. Mai 2026, 20:08 Uhr

1 Kommentare
 Tausende Bürger demonstrierten in Madrid, um Maßnahmen gegen Immobilienspekulationen in Spanien zu fordern.
Tausende Bürger demonstrierten in Madrid, um Maßnahmen gegen Immobilienspekulationen in Spanien zu fordern. © Ignacio Lopez Isasmendi/​ZUMA Press Wire/​imago images

Zehntausende Menschen haben in Madrid gegen hohe Mieten und Wohnungsmangel demonstriert. Der Protestmarsch am Sonntag in der spanischen Hauptstadt stand unter dem Motto »Das Wohnen kostet uns das Leben – lasst uns die Preise senken«. Ein Vertreter der spanischen Regierung gab die Zahl der Demonstranten mit 23.000 an. 

Den Veranstaltern zufolge nahmen hingegen mehr als 100.000 Menschen an der Demonstration teil. Der Mieterbund hatte zu den Protesten aufgerufen. Die beiden größten spanischen Gewerkschaften UGT und CCOO unterstützten die Aktion.

Umfragen zufolge gehören die stark gestiegenen Mieten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu den größten Sorgen der Spanierinnen und Spanier. Laut einer Studie des Immobilienportals Idealista hat sich die Durchschnittsmiete in Spanien im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts verdoppelt. Gründe für die Wohnungsknappheit sind laut den Studienautoren die Vermietung von Wohnungen an Touristen und Zuwanderung.

Spanischer Ministerpräsident richtet Staatsfonds ein

»Immer mehr Menschen werden in überfüllte Verhältnisse gezwungen, müssen in geteilten Zimmern oder sogar zusammen mit anderen Familien wohnen«, sagte Fernando de los Santos, ein Sprecher des Mieterbunds, während der Demonstration der Nachrichtenagentur AFP.

Im Februar hatte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez die Einrichtung eines Staatsfonds bekannt gegeben. Mit den 120 Milliarden Euro soll die Krise auf dem spanischen Wohnungsmarkt bekämpft werden.

Gesamten Artikel lesen