Sanae Takaichi: Deep Purple zu Besuch bei Japans Ministerpräsidentin und Hobbydrummerin

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Die britische Rockband Deep Purple hat der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi am Freitag eine besondere Freude bereitet: Die Musiker statteten ihrem prominenten Fan einen kurzen Besuch ab. Sie gehen in Japan auf Tour, ein Land, das sie vor mehr als einem halben Jahrhundert erstmals bereist hatten.

Takaichis Ruf als Hobbyschlagzeugerin und Fan von Hardrock und Heavy Metal ist gut dokumentiert. Sie hat Deep Purple als eine ihrer Lieblingsbands bezeichnet – neben Bands wie Black Sabbath und Iron Maiden. »You are my god«, sagte eine aufgeregte Takaichi auf Englisch zu Deep-Purple-Schlagzeuger Ian Paice. Sie überreichte ihm ein Paar in Japan gefertigte Drumsticks, die sie signiert hatte.

 Drumsticks als Geschenk

Schlagzeuger Paice, Hobbydrummerin Takaichi: Drumsticks als Geschenk

Foto: Yuichi Yamazaki / EPA

Nach einer kurzen Fotosession mit Leadsänger Ian Gillan und den übrigen Bandmitgliedern erzählte Takaichi der Band, dass sie ihr Album »Machine Head« bereits in der Grundschule gekauft hatte. Das Album aus dem Jahre 1972 enthält einige der größten Hits der Band wie »Smoke on the Water« und »Highway Star«. In der Mittelschule habe sie Keyboard in einer Deep-Purple-Coverband gespielt und sei später, an der Universität, ans Schlagzeug gewechselt, so Takaichi.

»Wenn ich heutzutage Streit mit meinem Mann habe, trommle ich zu ›Burn‹ und verfluche ihn dabei«, scherzte sie und bezog sich auf einen Deep-Purple-Song von 1974.

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Der Höflichkeitsbesuch der Gruppe bot Japans erster weiblicher Premierministerin eine willkommene Auszeit – sie hatte bei ihrem Amtsantritt im vergangenen Oktober zum Motto erklärt: »Arbeiten, arbeiten, arbeiten«. Seitdem musste sich Takaichi mit einem diplomatischen Zerwürfnis mit China, wirtschaftlichem Druck durch einen schwachen Yen und steigende Preise sowie nun mit einer drohenden Energiekrise infolge des Nahostkonflikts auseinandersetzen.

Zugleich scheint es Takaichis Strategie in der Öffentlichkeitsarbeit zu sein, sich durch popkulturelle Bezüge nahbar zu zeigen. Zuletzt posierte sie gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in einer Pose aus der Mangareihe »Dragon Ball« . Deutsche Beobachter könnten an Markus Söder und seine Anspielungen an Eighties-Pop, Shrek und »Star Wars« denken.

Beglückte Rockliebhaberin Takaichi

Beglückte Rockliebhaberin Takaichi

Foto: Yuichi Yamazaki / AP

Das soll aber Takaichi nicht ihre Begeisterung für Rockmusik absprechen. »Ich habe den allergrößten Respekt davor, wie Sie weiterhin Rockgeschichte schreiben, neue Herausforderungen annehmen und bis heute fesselnde Musik schaffen«, sagte sie den Deep-Purple-Musikern über eine Dolmetscherin.

 Deep Purple mit Sanae Takaichi

Rock-Konferenz in Tokio: Deep Purple mit Sanae Takaichi

Foto: Yuichi Yamazaki / EPA

Die Verbindung der Band zu Japan ist tief verwurzelt. Das Doppel-Livealbum »Made in Japan«, das während Deep Purples erster Japantournee 1972 aufgenommen wurde, festigte den Ruf der Band als Liveact. Ihre Japantournee 2026 eröffnete die Band am Samstag in Tokios Nippon Budokan.

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