Russland setzt erneut gefürchtete Oreschnik-Rakete ein

vor 12 Stunden 1

Zum mittlerweile dritten Mal hat Russland die besonders zerstörerische Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt – erstmals nahe der Hauptstadt Kyjiw. Russlands Machthaber Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Stadt liegt im Kyjiwer Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte gegenüber staatlichen Nachrichtenagenturen den Einsatz der Rakete.

Bislang dreimal im Einsatz

Die Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent. Russland stationierte sie auch im benachbarten Belarus.

»Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt«, sagte Selenskyj. Zu Schäden in Bila Zerkwa machte er keine Angaben.

Zuvor hatte die ukrainische Flugabwehr von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern gesprochen. In russischen Nachrichtenagenturen hieß es, es seien vier Raketentypen eingesetzt worden, neben der Oreschnik auch Iskander-, Kinschal und Zirkon-Raketen. Die Attacken seien eine Vergeltung für Kyjiws Angriffe auf zivile Ziele in Russland.

Bei Angriffen auf Kyjiw und die Umgebung waren in der Nacht auf Sonntag vier Menschen gestorben. Wie Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko am Sonntag mitteilte, wurden in der Hauptstadt zwei Tote und 56 Verletzte verzeichnet. In der umliegenden Region gab es nach Angaben von Verwaltungschef Mykola Kalaschnyk zwei Tote und neun Verletzte.

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