Russland: Ist Putin auch in Russland zum Äußersten bereit?
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Westliche Geheimdienste sehen Hinweise auf eine mögliche russische Zwangsmobilisierung. Die brächte zwar Zehntausende neue Soldaten. Doch für Putin wäre sie auch riskant.
25. August 2026, 6:01 Uhr
Artikelzusammenfassung
Putin spielt den Hardliner und lässt den Westen wissen: Alles, was Europas Support für die Ukraine befeuert, könnte aus Moskauer Sicht zur Zielscheibe werden. Parallel verdichten sich laut westlichen Geheimdiensten und ukrainischen Quellen die Hinweise, dass der Kreml hinter den Kulissen eine mögliche Zwangsmobilisierung vorbereitet – womöglich für die Zeit nach der Parlamentswahl am 20. September, jenem ritualisierten Urnengang, nach dem unpopuläre Maßnahmen in Russland gern aus dem Off gedroppt werden. Der Treiber ist militärisch ziemlich profan: Im Donbas kommt Russlands Armee kaum voran, verliert monatlich zehntausende Soldaten, findet zu wenige Freiwillige und scheitert selbst bei Spezialbedarf wie Drohnenpiloten an der eigenen Rekrutierungsquote. Deshalb hat sich ein zynischer Recruiting-Markt etabliert, in dem Regionen hohe Prämien zahlen, Werber und Polizisten mitkassieren und sozial Schwache, Betrunkene oder Beschuldigte mit Druck, Drohungen und teils Gewalt in Uniform gesteckt werden – ein System zwischen Kriegsökonomie, Behördenwillkür und True-Crime-Plot. Noch reicht der Nachschub offenbar, um den Status quo zu halten, doch für echte Geländegewinne müsste Putin wohl die nächste Eskalationsstufe zünden; ob er dafür den innenpolitischen Backlash riskiert, hängt am Ende an einem Mann und seiner Bereitschaft, das Scheitern dieses Krieges wenigstens indirekt einzugestehen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Zum Äußersten bereit: So will
sich das Regime von Wladimir Putin derzeit gegenüber dem Westen präsentieren.
Alles, womit Europa die Ukraine unterstützt, heißt es aus Moskau, begreife man
als potenzielles Angriffsziel. Leere Drohungen sind das nicht, wie die mutmaßlich russische Drohnenattacke auf ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle
zeigt.
Die Eskalation gegenüber
dem Westen ist jedoch nur eine Option, die Putin derzeit erwägen soll. Im
Versuch, einen Sieg über die Ukraine zu erzwingen, könnte der Diktator schon
bald eine Zwangsmobilisierung im eigenen Land anordnen. Nach Informationen der
ZEIT beobachten westliche Geheimdienste, dass russische
Behörden sich auf eine mögliche Mobilisierung zumindest vorbereiten. So würden bereits
die dafür notwendigen Abläufe geübt. Eine endgültige Entscheidung, heißt es, habe Putin aber noch
nicht getroffen. Deutlicher warnt der
ukrainische Militärgeheimdienst HUR. Russland könnte durch eine
Zwangsmobilisierung Hunderttausende neue Soldaten für den Krieg einziehen,
heißt es da. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach jüngst von
etwa 300.000 Mann zusätzlich für die russische Armee.