Raphaël Glucksmann: Partnerin Léa Salamé gibt TV-Nachrichten wegen Präsidentschaftskandidatur ab

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Wegen der Präsidentschaftskandidatur des sozialdemokratischen EU-Abgeordneten Raphaël Glucksmann in Frankreich hat dessen Partnerin Léa Salamé, eine prominente TV-Journalistin, die Moderation der 20-Uhr-Nachrichten abgegeben. »Dazu hatte ich mich zuvor verpflichtet, und daran halte ich mich«, schrieb die 46-Jährige am Montag im Onlinedienst Instagram. Die Entscheidung sei »unumgänglich und schwierig« gewesen. Ihr Partner Glucksmann, mit dem sie seit 2015 liiert ist, hatte am Vorabend seine Präsidentschaftskandidatur bekannt gegeben.

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Glucksmann will sich im Oktober an einer Vorwahl beteiligen, bei der auch mehrere Vertreter der Sozialistischen Partei (PS) antreten wollen. Es wird damit gerechnet, dass auch Parteichef Olivier Faure antritt, der sich jedoch noch nicht öffentlich erklärt hat.

Salamé reiht sich damit in eine Liste von prominenten Journalistinnen in Frankreich ein, die wegen der politischen Karriere ihrer Partner ihre Sendungen aufgaben. Sie hatte bereits 2019, als Glucksmann fürs EU-Parlament kandidierte, ihren damaligen Job beim Radiosender France Inter ruhen lassen. Die Moderation der Hauptnachrichtensendung des öffentlich-rechtlichen TV-Senders France 2 hatte sie erst im September 2025 übernommen.

Die Klatschzeitschrift »Paris Match« hatte Mitte August eine Fotoreportage über Glucksmann und Salamé aus ihrem Urlaub auf Korsika veröffentlicht . Der 46 Jahre alte Glucksmann ist der Sohn des Philosophen André Glucksmann. Er gründete 2018 seine linksgerichtete Partei Place Publique (Öffentlicher Platz) und ist seit 2019 EU-Abgeordneter. Er war zeitweise Berater des georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili.

 »Vor allem eine freie und integre Frau«

Salamé und Glucksmann (bei einer Beerdigung 2020): »Vor allem eine freie und integre Frau«

Foto: ABACAPRESS / picture alliance

Die Präsidentschaftswahl findet im April und Mai kommenden Jahres statt. Amtsinhaber Emmanuel Macron darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Aus seinem Lager will Ex-Premierminister Édouard Philippe kandidieren. Für die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) will Marine Le Pen ins Rennen ziehen. Ihr werden gute Chancen zugesprochen, in die Stichwahl zu kommen.

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Im Fernsehen wird Léa Salamé auch während des Wahlkampfs weiter zu sehen sein: Sie moderiert weiterhin die Talkshow »Quelle époque !« auf France 2. In ihrer Instagram-Botschaft betont sie, dass sie eine Journalistin bleibe, die »bevor sie irgendjemandes Partnerin ist, vor allem eine freie und integre Frau ist«. Mit ähnlichen Worten hatte sie sich bereits im Februar vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geäußert – und ihren Rückzug für den Fall einer eventuellen Kandidatur Glucksmanns angekündigt. Nun ist es so gekommen.

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