Präsidentschaftswahl in Peru: Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in Peru erst Mitte Mai erwartet

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Erst mehr als einen Monat nach dem Wahltag sollen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in Peru veröffentlicht werden. Es gab Probleme mit Wahlunterlagen.

19. April 2026, 8:57 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

 Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 12. April sollen mehr als 15.000 Stimmzettel überprüft werden.
Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 12. April sollen mehr als 15.000 Stimmzettel überprüft werden. © Martin Mejia/​AP/​dpa

Die Ergebnisse der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru sollen erst in rund einem Monat veröffentlicht werden. Das erklärte die Generalsekretärin von Perus oberstem Wahlgericht, Yessica Clavijo, gegenüber dem Radiosender RPP. Die Ergebnisse würden für Mitte Mai erwartet.

Clavijo begründete das damit, dass mehr als 15.000 Stimmzettel überprüft werden müssten. Davon gehören 30 Prozent zur Präsidentschaftswahl und der Rest zu den ebenfalls abgehaltenen Parlamentswahlen.

Bei der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes und eines neuen Parlaments hatte es am vergangenen Sonntag teilweise Probleme mit den Wahlunterlagen gegeben. Deshalb blieben in vielen Orten die Wahllokale länger geöffnet als geplant. Am Montag öffneten einige Wahllokale erneut. Die Auszählung der Stimmen ist immer noch nicht abgeschlossen, weil es Klagen gegen einzelne Ergebnisse gab.

Kisten mit Stimmzetteln in Müllcontainern entdeckt

Nach Auszählung von 93,4 Prozent der Stimmen liegt die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori mit 17 Prozent der Stimmen in Führung. Die Tochter des wegen Korruption verurteilten früheren Staatschefs Alberto Fujimori tritt damit voraussichtlich im Juni in einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten an. 

Hier zeichnet sich eine knappe Entscheidung ab: Der linke Ex-Minister Roberto Sánchez kommt auf 12 Prozent, der rechtsextreme Kandidat Rafael López Aliaga auf 11,9 Prozent. Der Abstand betrug zuletzt 13.600 Stimmen.

Am Donnerstag waren in einem Müllcontainer in der Hauptstadt Lima vier Kisten mit 1.200 Stimmzetteln entdeckt worden. Der Präsident des obersten Wahlgerichts, Roberto Burneo, sprach vor einem Parlamentsausschuss von »schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten« bei der Wahlbehörde.

Außerdem durchsuchte die Staatsanwaltschaft ein Lager, in dem die Wahlbehörde Stimmzettel aufbewahrt. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, sollte mit der Durchsuchung geklärt werden, ob die Behörde ihre »Pflichten in Bezug auf die genutzten Wahlunterlagen erfüllt hat«.

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