Liebe Leserinnen, liebe Leser,
für Pendlerinnen und Pendler mit (und ohne) Deutschlandticket gehören Verspätungen von Bussen und Bahnen zum leidigen Alltag. Was aber nur wenige wissen, ist, dass sie auch ohne konkrete Streckenbuchung als Fahrgast Entschädigungsansprüche haben. Mein Kollege Daniel Ziegener hat sich durch den Dschungel aus Mobilitätsgarantien und Fahrgastrechten gekämpft und zeigt in seinem Ratgeber, wie Sie mit dem 63-Euro-Ticket bei Verspätungen zumindest einen Teil Ihres Geldes zurückbekommen.
Nicht nur bei Fahrgastrechten kann man schnell den Überblick verlieren, doch es geht noch komplizierter. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung wird diese von vielen Unternehmen und Politikern weiterhin als bürokratische Bürde empfunden. Entlastung soll nun durch gezielte Anpassungen kommen. Unser Hintergrundartikel beleuchtet, welche Reformen die Bundesregierung und die EU-Kommission beim Datenschutzrecht planen – und was das für Sie als Bürger bedeutet.
Während Politiker über Datenschutz diskutieren, arbeitet die Tech-Industrie fleißig weiter daran, KI immer tiefer in den Alltag zu integrieren. Ebenso spannend wie gruselig ist dabei die Entwicklung der Computer Use Agents: sie sehen Ihren Bildschirm, steuern den Mauszeiger und tippen Texte. Wir haben untersucht, wie weit KI-Agenten, die selbstständig Maus und Tastatur bedienen, heute wirklich sind – und warum Sie der KI heute bei der Bearbeitung Ihrer Steuererklärung möglicherweise noch nicht gelassen bei einer Tasse Kaffee zuschauen können.
Wer KI lieber lokal und ohne Cloud-Anbindung nutzen möchte und einen Ryzen-Prozessor verwendet, sollte einen Blick auf AMDs kostenlose Software Lemonade werfen. Sie verspricht, Large Language Models, Bildgeneratoren und Speech-to-Text-Modelle direkt auf der Neural Processing Unit (NPU) moderner CPUs zum Laufen zu bringen – ganz ohne Ihre Daten in die Cloud zu schicken. Wie das funktioniert und wo die Grenzen liegen, erklärt unser Artikel darüber, wie Sie mit AMD Lemonade KI-Modelle lokal auf Ryzen-Prozessoren betreiben.
Ein ganz anderes Thema wird Linux-Nutzer in den kommenden Wochen beschäftigen: UEFI Secure Boot befindet sich im Umbruch. Das für Linux-Bootloader verwendete Microsoft-Zertifikat ist Ende Juni abgelaufen. Was zunächst wie ein technisches Randproblem klingt, kann durchaus Konsequenzen für Ihren Rechner haben. Mirko Dölle erklärt, was die neuen Secure-Boot-Zertifikate für Linux-Anwender bedeuten und wie Sie sicherstellen, dass Ihr System auch künftig problemlos bootet.
Es muss nicht unbedingt Linux sein, wenn man sich mit der freien Spiele-Engine Godot beschäftigt, die als sich zunehmend als Alternative zu Unreal und Unity etabliert. Wir haben hinter die Kulissen geschaut und erklären, warum immer mehr Indie-Studios auf die Open-Source-Engine Godot setzen – mit Einblicken von deutschen Entwicklerstudios, die täglich damit arbeiten.
Zum Schluss noch ein Geheimtipp für alle Naturfreunde, Pilzsammler und Hobbybiologen: Wir haben vier Okularkameras getestet, die ältere Lichtmikroskope ins digitale Zeitalter holen. Statt angestrengt durchs Okular zu peilen, kann man Bilder bequem am Monitor betrachten. Unser Test zeigt, welche Okularkamera zwischen 52 und 210 Euro das Mikroskop-Erlebnis am besten ins digitale Zeitalter überführt.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und viel Freude bei der Lektüre!
Ihr
Volker Zota
(vza)












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