Podcast „Auf den Punkt“: Wie der Ukraine-Krieg Tschernobyl gefährdet

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Erst vor wenigen Jahren hat der beschädigte Reaktor von Tschernobyl eine neue Schutzhülle bekommen. Sie sieht aus wie ein Wellblechdach, enthält aber modernste Technik, die das Austreten von radioaktivem Material verhindern soll.

Eigentlich sollte das Spezialdach hundert Jahre halten. Doch der Einschlag einer einzigen russischen Drohne hat es so sehr beschädigt, dass es nicht mehr so funktioniert, wie es soll. Durch Löcher gelangt Wasser in die Hülle. Und sie beginnt zu rosten.

Eine Reparatur des Daches wird Schätzungen zufolge eine halbe Milliarde Euro kosten. Mindestens. Und es ist bisher nicht klar, ob und wie das Geld zusammenkommen wird. Denn die 50 Millionen Euro, die der Bundesumweltminister der Ukraine zugesagt hat, reichen bei Weitem nicht aus. Und dazu kommt, dass es ohnehin schwer ist, die Außenhülle des Reaktors zu reparieren, während Russland seinen Angriffskrieg auf die Ukraine fortführt.

Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts Michael Bauchmüller, Redakteur im SZ-Parlamentsbüro in Berlin und Experte für Umweltpolitik. Er hat vor Kurzem den Bundesumweltminister Carsten Schneider auf eine Reise in die Ukraine begleitet und war mit ihm auch in Tschernobyl, wo er sich das beschädigte Schutzdach angeschaut hat.

Weitere Nachrichten: Eisenbahngewerkschaft droht mit Streiks; Bundeskanzler Merz wird in der Eifel ausgepfiffen.

Zum Weiterlesen: Hier finden Sie den Text über die „Aldification“ der USA.

Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt

Redaktion: Leonard Scharfenberg

Produktion: Julius Zimmer

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