Pazifik: Zwei Tote bei US-Angriff auf angebliches Drogenboot
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Im Pazifik sind zwei angebliche Drogenschmuggler vom US-Militär getötet worden. Beweise gegen sie legen die USA einmal mehr nicht vor.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
jsp
24. August 2026, 15:53 Uhr
Artikelzusammenfassung
Das US-Militär hat erneut ein mutmaßliches Drogenboot attackiert und dabei zwei Menschen getötet. Laut Southcom geschah der Schlag auf bekannten Schmuggelrouten in der Karibik, eingebettet in eine seit September laufende, hochumstrittene Anti-Kartell-Kampagne, die Donald Trump martialisch als »Krieg« framet. Die Bilanz wirkt inzwischen wie ein düsterer Bodycount-Feed: Mehr als 200 Tote meldet AFP für Einsätze in der Karibik und im östlichen Pazifik. Der Haken an der Story ist allerdings gravierend, fast schon der Elefant auf der Brücke: Belege dafür, dass die angegriffenen Boote tatsächlich im Drogengeschäft unterwegs waren, liefert Washington bislang nicht. Genau deshalb warnen Juristen und Menschenrechtsgruppen vor möglichen außergerichtlichen Tötungen von Zivilisten – ein sicherheitspolitischer Hardliner-Plot, der völkerrechtlich und moralisch immer mehr Schlagseite bekommt.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein angebliches Drogenboot im Pazifik angegriffen und dabei zwei Menschen getötet. Das Boot sei auf »bekannten Schmuggelrouten« in der Karibik unterwegs gewesen, teilte das für Lateinamerika zuständige US-Kommando Southcom auf X mit.
Seit Beginn der umstrittenen Militäreinsätze im September vergangenen Jahres wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 200 Menschen in der Karibik und im östlichen Pazifik getötet.
Laut US-Präsident Donald Trump befinden sich die USA »im Krieg« gegen Drogenkartelle in Lateinamerika. Belege dafür, dass die angegriffenen Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren, hat die US-Regierung bisher allerdings nicht vorgelegt. Juristen und Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Angriffe könnten außergerichtliche Tötungen darstellen, weil sie sich offenbar gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellten.