Der Panzerbauer KNDS will mit seinem Börsengang nicht auf eine Entscheidung der Bundesregierung zum Einstieg bei dem deutsch-französischen Unternehmen warten. »KNDS setzt seine Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang entlang des ursprünglichen Zeitplans fort, mit voller Unterstützung der Eigentümer und des Verwaltungsrats«, erklärte Vorstandschef Jean-Paul Alary laut einer Mitteilung. KNDS prüfe weiter das frühestmögliche Zeitfenster für den Schritt.
Mehrere Medien, darunter das manager magazin und die »Welt«, hatten berichtet, dass die Bundesregierung die Eigentümer und die Führung von KNDS gebeten habe, den noch vor der Sommerpause geplanten Börsengang auf den Herbst zu verschieben. Der Panzerbauer möchte nun offenbar an seinen Plänen festhalten.
Hintergrund ist, dass dem Bund bei den Verhandlungen über einen geplanten Einstieg die Zeit davonläuft. Erst vor Kurzem hatten die Staatssekretäre im Verteidigungs- und im Wirtschaftsministerium den beiden KNDS-Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens ihr Interesse signalisiert, ihnen noch vor dem Börsengang einen Anteil von 30 bis 40 Prozent abzukaufen. Mehr dazu lesen Sie hier.
»KNDS würde natürlich eine mögliche Beteiligung der Bundesregierung am Aktionärskreis begrüßen«, erklärte der Panzerbauer dazu. »Die Konzentration gehört gleichwohl der sorgsamen Vorbereitung des Börsengangs im besten Interesse des Unternehmens, seiner bestehenden Eigentümer, Mitarbeiter und Kunden.«
Der Rüstungskonzern KNDS will an die Börse gehen. Doch nun stört ein heikles Geschäft den Plan: Hat der Konzern Schmiergeld nach Katar gezahlt? Mehr dazu lesen Sie hier.

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