Nach ursprünglichen Angaben Trumps sollte der Konflikt nur einige Wochen dauern. Inzwischen läuft er seit rund fünf Monaten. Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, sich verkalkuliert zu haben, und warnen vor einem langwierigen Krieg. Zugleich sind Trumps Umfragewerte im eigenen Land schlecht. Der innenpolitische Druck steigt auch mit Blick auf die Zwischenwahlen zum US-Parlament am 3. November. Die Republikaner wollen ihre knappen Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus verteidigen. Die infolge des Krieges gestiegenen Energiepreise verteuerten zudem den Sprit an US-Tankstellen. Um der Kritik im eigenen Land zu entgehen, könnte Trump eine Einigung zur Straße von Hormus als „politischen Durchbruch“ darstellen, sagte der Iran-Experte Ali Vaez der britischen „Financial Times“. An einer langfristigen Lösung zweifelt Vaez jedoch. Trump könne nach Kritik an dem Durchbruch wieder Gewalt einsetzen, bei ausbleibenden Ergebnissen zu einer kurzfristigen Waffenruhe zurückkehren – und damit den Kreislauf von vorn beginnen, sagte der Experte.

vor 11 Stunden
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