Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz hat das Vorhaben geäußert, seine politischen Memoiren niederzuschreiben. Wie er der »Rhein-Neckar-Zeitung« (Samstagausgabe) sagte, seien Verlage an ihn herangetreten und hätten gefragt, ob er seine Erinnerungen zusammentragen möchte. »Auf jeden Fall habe ich vor zu schreiben«, kündigte er an. Damit würde er dem Beispiel seiner Vorgängerin Angela Merkel folgen, die ihre Memoiren bereits veröffentlicht hat.
Kritik an der Idee einer europäischen Armee
In dem Interview positionierte sich Scholz zudem deutlich gegen die Idee einer europäischen Armee. Eine solche sei »nicht realistisch«, sagte er der »Rhein-Neckar-Zeitung«.
Auch einen gemeinsamen europäischen Atomschutzschirm lehnt Scholz ab. Es sei ungeklärt, »wie die 27 Mitgliedstaaten über mögliche Einsätze entscheiden«. Das »einzige Land, in dem es dafür Zustimmung gäbe«, sei »wahrscheinlich Deutschland«, so der Altbundeskanzler.
Putins Krieg schon 2020 geplant
Mit Blick auf den russischen Angriff auf die Ukraine äußerte Scholz die Überzeugung, dass Kremlchef Wladimir Putin seine Entscheidung lange vor Kriegsbeginn getroffen habe.
»Ich bin überzeugt, dass Putin den Plan, die Ukraine anzugreifen, zwei Jahre vorher gefasst hatte – egal, was er uns in Moskau gesagt hat«, sagte Scholz und verwies dabei auf ein Treffen kurz vor Kriegsbeginn im Februar 2022, das er gemeinsam mit Macron in Moskau geführt hatte.

vor 2 Stunden
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