Norwegen: Marius Borg Høiby muss in U-Haft bleiben

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Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit kommt laut norwegischen Medienberichten nicht aus der U-Haft frei. Ein Berufungsgericht sei zu dem Schluss gekommen, dass »weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde«, berichtet der norwegische Rundfunk.

Marius Borg Høiby hatte die Freilassung beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich kranken Mutter sein zu können. Ein Gericht in Oslo hatte seinem Antrag am Montag stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen aber umgehend Berufung eingelegt – mit aufschiebender Wirkung. Nach der Entscheidung des Berufungsgerichts könnte Høiby nun noch vor den Obersten Gerichtshof ziehen. »Wir sind sehr, sehr enttäuscht und verstehen den Beschluss nicht«, sagte Høibys Verteidigerin Ellen Holager Andenæs laut dem Sender NRK.

Schon am kommenden Montag wird das Urteil im Mammutprozess gegen Høiby verkündet. Der älteste Sohn der Kronprinzessin ist in 40 Punkten angeklagt. Unter anderem soll er vier Frauen nach norwegischem Recht vergewaltigt haben, während diese schliefen. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert (mehr zu den Vorwürfen lesen Sie hier ).

Trotz Høibys Sorge um seine Mutter hatte sich die Polizei am Freitag gegen die Freilassung aus der U-Haft ausgesprochen. Das Gericht sah das am Montag in erster Instanz anders: »Die Fortsetzung der Inhaftierung wäre nicht nur für Høiby, sondern auch für seine Mutter in der ohnehin schwierigen Lage, in der sie sich befinden, sehr belastend«, zitiert die Zeitung »Verdens Gang« das Gericht.

»Da drinnen zu sitzen, während Mama so krank ist, ist nicht auszuhalten«, hatte Høiby bei dem Gerichtstermin in Oslo laut »Verdens Gang« gesagt. Jeder Besuch von ihr im Gefängnis könne der letzte sein.

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