Bei einer erneuten Anhörung hat Maduros Anwalt eine Einstellung des Verfahrens gefordert. Hintergrund ist ein Streit um Anwaltskosten. Das Gericht lehnte ab.
26. März 2026, 19:21 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, AP, skö , pip
Der Prozess gegen den gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in den USA wird fortgesetzt. Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores waren knapp drei Monate nach seiner Gefangennahme durch US-Streitkräfte erneut vor einem Gericht in New York erschienen. Der zuständige Richter Alvin Hellerstein lehnte einen Antrag der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens ab.
Bei dem Termin wurde die Frage behandelt, wer die Anwaltskosten des früheren Präsidenten und seiner Ehefrau trägt. Die USA blockierten bislang die Verwendung venezolanischer Staatsgelder zu diesem Zweck. Maduros Anwalt Barry Pollack sieht darin eine Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte seines Mandanten. Pollack hatte deshalb die Einstellung des Prozesses aus verfahrensrechtlichen Gründen gefordert.
Hellerstein folgte der Begründung zwar, wies die Klage aber nicht ab. Der Richter zweifelte die Argumentation der Staatsanwaltschaft an, die die Blockade der Gelder mit Interessen der nationalen Sicherheit begründet hatte. Maduro und Flores stellten keine weitere Bedrohung für die nationale Sicherheit dar, sagte der Hellerstein. "Das Recht, das hier berührt wird und über anderen Rechten steht, ist das Recht auf einen verfassungsmäßigen Beistand."
Dem ehemaligen venezolanischen Präsidenten wird Drogenhandel, Terrorismus und Verschwörung zum Kokainimport vor Gericht vorgeworfen. Beide haben auf nicht schuldig plädiert. Vor dem Gerichtsgebäude hatten sich Dutzende Maduro-Gegner sowie Anhänger versammelt. Sie mussten von der Polizei getrennt werden.
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