Die US-Regierung soll fast 60 Millionen US-Dollar für den Bau neuer U-Bahn-Stationen in New York zurückgehalten haben. Der Betreiber geht deshalb gegen die Regierung vor.
Aktualisiert am 17. März 2026, 23:57 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, mns
Der Betreiber der New Yorker U-Bahn hat Klage gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump eingereicht. Grund der Klage sei eine Vertragsverletzung, heißt es in der Klage, aus der die Nachrichtenagentur AP zitiert. Die Metropolitan Transportation Authority wirft der Regierung demnach vor, fast 60 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln zurückgehalten zu haben, mit deren Hilfe neue U-Bahn-Stationen im Stadtteil Manhattan gebaut werden sollen.
Konkret heißt es in der Klage, dass das US-Verkehrsministerium mehr als 58,6 Millionen US-Dollar zurückgehalten habe, seit die Trump-Regierung im vergangenen Jahr angekündigt hatte, die Finanzierung eines Ausbaus der U-Bahn-Linie Second Avenue auszusetzen. Insgesamt hätte das U-Bahn-Projekt laut Klage 7,7 Milliarden Dollar gekostet. Geplant war eigentlich, dass die US-Regierung etwa 3,4 Milliarden übernimmt.
Regierung stoppte im Herbst Finanzmittel für U-Bahn-Ausbau
Wenn die Regierung weiter kein Geld zahle, müssten die Bauarbeiten letztlich eingestellt werden, heißt es in der Klage. Das Verkehrsministerium wies die Vorwürfe zurück und teilte mit, man sorge dafür, "dass Gelder hart arbeitender Steuerzahler verantwortungsvoll ausgegeben werden".
Im Oktober hatte die Regierung angekündigt, dass 18 Milliarden Dollar für den Ausbau des U-Bahn-Netzes und einen neuen Tunnel unter dem Hudson River vorerst nicht gezahlt würden. Sie begründeten diese Entscheidung mit dem Shutdown der Regierung und Bedenken, dass das Geld unter Prinzipien wie Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion ausgegeben werde. Im Februar ordnete ein Bundesgericht an, dass die Regierung das Tunnelprojekt wieder finanzieren muss.

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