Die Standardisierungsorganisation NVM Express hat Standards veröffentlicht, die Speicherlösungen für KI, Cloud und Enterprise sicherer und nachhaltiger machen.
(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)
17:00 Uhr
Lesezeit: 2 Min.
NVMe (Non-volatile Memory Express) ist ein Protokoll der gleichnamigen Standardisierungsorganisation NVMe.org. Es definiert, wie schnelle SSDs mit dem Host beziehungsweise der CPU kommunizieren und legt damit die Grundlage für die rasend schnellen Speicher, auf denen wir alle unsere Daten ablegen.
Die Organisation hat nun neue Versionen des Standards veröffentlicht. Elf neue NVMe-Spezifikationen verbessern Speicherlösungen für moderne Anwendungen wie KI, Cloud und Enterprise. Die Updates konzentrieren sich auf Post-Quantum-Sicherheit, erweiterte Managementfunktionen und das Monitoring der Spannungsversorgung.
Die neuen Spezifikationen umfassen Updates wie die NVMe 2.4 Base Specification und verschiedene Command-Set- sowie Transport-Spezifikationen. Im Fokus stehen drei Kernbereiche:
- Post-Quantum-Sicherheit: Quantenresistente Verschlüsselung wird eingeführt, um zukünftige Bedrohungen durch Quantencomputer zu bewältigen. Zertifizierte Algorithmen des National Institute of Standards and Technology sollen den Schutz von Daten zwischen Host und SSD sichern.
- Nachhaltige Technologien: Voltage Monitoring bietet Echtzeiteinblicke in die Stromversorgung von NVMe-Geräten und hilft, Anomalien frühzeitig zu erkennen. Die Funktion zur Wiederherstellung von Werkseinstellungen vereinfacht das Management und die Fehlersuche.
- Management-Optimierungen: Die PCIe Exported NVM Subsystem Migration ermöglicht eine nahtlose Migration virtueller Speicher zwischen Hosts, was besonders für Cloud-Anbieter von Vorteil ist. Rate Limiting sorgt für hardwarebasiertes Quality of Service, das Anwendungen vor Ressourcenkonflikten schützt und die Effizienz verbessert.
Die Standards richten sich vor allem an Server-SSDs und -Racks. Für Desktop-PCs und Notebooks haben sie – vielleicht mit Ausnahme der Spannungsüberwachung – keine Relevanz. Auch die Absicherung gegen zukünftige Angriffe durch Quantencomputer könnte später in Client-SSDs Einzug halten, Unternehmen wie der Festplattenhersteller Western Digital bereiten sich ebenfalls auf solche Angriffe vor.
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(ll)












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