Die jahrelange Abwesenheit von HDMI 2.1 für quelloffene Linux-Treiber hat ein Ende. Erste Patches gibt es für den Radeon-Kernel-Treiber AMDGPU und den Community-Treiber Nouveau für Nvidia-GeForce-Grafikkarten. Sie unterstützen den mit HDMI 2.1 eingeführten Fixed Rate Link (FRL), der für die erhöhte Datenübertragungsrate notwendig ist.
Das verantwortliche HDMI-Forum blockierte Open-Source-Treiber für HDMI 2.1 unter Linux jahrelang. Aktuelle Grafikkarten waren deswegen auf HDMI 2.0 beschränkt, obwohl ihre Anschlüsse mit dem neueren 2.1er-Standard umgehen können.
Ein AMD-Treiberentwickler bestätigte im Phoronix-Forum, dass eine vollständige HDMI-2.1-Implementierung erscheinen soll: „Eine vollständige Implementierung wird letztlich verfügbar sein, sobald die Patches fertiggestellt und die Konformitätsprüfungen abgeschlossen sind.“
Jahrelanger Stillstand
Ob das HDMI-Forum eingeknickt ist oder AMD zusammen mit Valve eine unabhängige Lösung gefunden hat, verrät derweil keine der Parteien. Klar ist, dass AMD schon 2021 eine Open-Source-Implementierung entwickelt hat, deren Veröffentlichung das HDMI-Forum jedoch verbot. Das Argument: Selbst ohne Komponenten des HDMI-Forums im Treiber würde AMD die Lizenzbestimmungen verletzen. Ende 2025 bestätigte Valve, an der Blockade durch den Lizenzgeber zu arbeiten.
Valve treibt Linux-Gaming seit Jahren voran, vor allem im Zusammenspiel mit AMD-GPUs, die im Handheld-PC Steam Deck und dem kommenden Wohnzimmer-PC Steam Machine zum Einsatz kommen. HDMI-2.1-Support ist für die Steam Machine wichtig, um ohne Bastellösungen und Einschränkungen moderne 4K-Fernseher mit mehr als 60 Hertz ansteuern zu können.
Der Druck auf das HDMI-Forum wuchs seit Jahresbeginn, da etwa der Entwickler Michał Kopeć schon inoffizielle HDMI-2.1-fähige AMDGPU-Treiber veröffentlicht hat. Im Falle von Nouveau hat einer der verantwortlichen Red-Hat-Kernel-Entwickler, David Airlie, einen Patch mit Fixed Rate Link veröffentlicht. Bei Nvidia-GPUs funktioniert das offenbar, weil der integrierte GPU System Processor (GSP) weite Teile der Ausführung übernimmt. Hier könnte der AMDGPU-Treiber künftig helfen, um mehr Funktionen wie variable Refresh-Raten (HDMI VRR) einzuführen.
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(mma)










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