Sie sind jung, von Ihrer Arbeit gelangweilt und Ihr Chef oder Ihre Chefin nervt? Da müssen Sie durch, wenn Sie selbst mal führen wollen, sagt Michelle Obama, 62, Harvard-Absolventin und frühere First Lady. Ihre Karrieretipps für die Gen Z brachte die selbstständige Unternehmerin Obama mit zum South-by-Southwest-Festival nach London.
Wer erwarte, in seiner Karriere umgehend Zufriedenheit zu finden, verhindere »persönliches Wachstum«, sagte Obama bei einer Liveaufzeichnung ihres Podcasts »IMO with Michelle Obama and Craig Robinson«, über den die »Times« berichtet . Auszuhalten, was nervt, mache widerstandsfähiger.
Die Arbeitsmoral junger Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden und somit zur Generation Z gehören, wurde in den vergangenen Jahren vielfach diskutiert. Anders als viele Generationen zuvor streben sie nicht automatisch die Karriereleiter hinauf: Viele von ihnen hätten gar keine Lust auf eine Führungsposition , sagt Forscherin Heike Bruch dem SPIEGEL. Zumindest nicht unter »Bedingungen, die sinnentleert sind oder krank machen«.
Michelle Obama ermutigt die jungen Menschen, trotz allem durchzuhalten. »Wenn man dir die Gehaltserhöhung nicht gewährt, obwohl du glaubst, sie verdient zu haben, stärkt das deinen Charakter«, sagt Obama. Das bereite vor, später selbst Führungskraft zu sein.
Obama selbst begann nach ihrem Harvard-Abschluss in der Kanzlei Sidley & Austin, wo sie auch ihren späteren Ehemann Barack Obama kennenlernte. Später arbeitete sie für die Stadt Chicago, wechselte an die Universität – und wurde 2009 First Lady. In ihrem Leben nach dem Weißen Haus tritt Michelle Obama als erfolgreiche Medienunternehmerin auf: Sie produzierte Dokumentationen, veröffentlichte ihre Biografie »Becoming« und das Buch »The Look« über ihren Stil. In ihrem Podcast spricht sie mit ihrem älteren Bruder Craig Robinson.

vor 52 Minuten
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