Melania Trump, First Lady
»Ich war nie mit Epstein befreundet. Epstein hat mich nicht mit Donald Trump bekannt gemacht.«
Dieses Statement kam völlig überraschend: Bei einem spontanen Auftritt am Donnerstag wies Melania Trump jede Nähe zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurück. Dafür setzte sie eigens einen Pressetermin an – eine Bühne, die die First Lady nur selten nutzt.
Melania Trump, First Lady
»Ich hatte nie Kenntnis von Epsteins Missbrauch seiner Opfer.«
Unklar ist, warum sie sich gerade jetzt zu Wort meldete – ebenso, ob ihr Ehemann, US-Präsident Donald Trump, vorab informiert war.
Eigentlich war die Epstein-Affäre zuletzt durch den Irankrieg weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Umso rätselhafter ist nun der Auftritt der First Lady, der nicht zur bisherigen Strategie des Weißen Hauses zu passen scheint, den Präsidenten von dem Skandal fernzuhalten.
Melania Trump selbst stand bislang nicht im Zentrum der Ermittlungen. Beobachter spekulieren deshalb, dass sie mit der Erklärung möglichen Enthüllungen zuvorkommen wollte. Denn sie verband ihre Aussagen auch mit einer Drohung:
Melania Trump, First Lady
»Die Lügen, die mich mit dem schmachvollen Jeffrey Epstein verbinden, müssen heute ein Ende finden (...) Meine Anwälte und ich haben erfolgreich gegen diese unbegründeten und haltlosen Lügen gekämpft und werden meinen guten Ruf weiterhin ohne Zögern verteidigen.«
Sie betonte auch, kein Opfer von Epstein zu sein, forderte den Kongress jedoch auf, öffentliche Anhörungen für diejenigen zu veranstalten, die es waren.
Melania Trump, First Lady
»Gebt diesen Opfern die Möglichkeit, unter Eid vor dem Kongress auszusagen, mit der Kraft einer eidesstattlichen Aussage. Jede einzelne Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie dies wünscht.«
Daraufhin veröffentlichten etwa ein Dutzend Opfer von Epstein eine Erklärung in der sie sich gegen den Vorschlag einer öffentlicher Anhörungen aussprachen. Sie betonten, sie hätten bereits genug getan, um Epsteins Verbrechen publik zu machen. Nun liege es am Justizministerium, die Angelegenheit weiterzuverfolgen.

vor 2 Stunden
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