Leipzig: Ermittler finden weitere Drohne und Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle

vor 1 Woche 2

Auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle war am 4. August eine erste Drohne in der Nähe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs gefunden worden. Sie war mit Sprengstoff präpariert, sollte Ermittlungen zufolge den Flieger angreifen. Allerdings war der Zünder offenbar defekt.

Eine zweite Drohne soll mit einem Frachtflugzeug von DHL kollidiert sein, das durch die Sperrung des Flughafens kurz vor der Landung durchstarten musste. Gefunden wurde diese Drohne oder auch nur Teile davon bislang jedoch nicht. Nach SPIEGEL-Informationen herrscht unter den Ermittlern mittlerweile große Skepsis, dass das DHL-Frachtflugzeug wirklich mit einer Drohne kollidierte. Entgegen anderer bislang erfolgter Meldungen sollen sich an der beschädigten Stelle des Flugzeugs doch organische Spuren befunden haben.

Die nun dritte Drohne wurde laut WDR, NDR und »Süddeutsche Zeitung« zufolge am frühen Abend des 14. August – also zehn Tage nach dem Fund der ersten Drohne – auf einem Feld in der Gemeinde Kabelsketal gefunden. Die Dorfgemeinschaft im Saalekreis in Sachsen-Anhalt grenzt unmittelbar an den westlichen Teil des Leipziger Flughafens. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft wollte sich am Montag auf Anfrage nicht gegenüber den Medien äußern.

Wohl auch hochexplosives Hexogon entdeckt

Unter Berufung auf Sicherheitskreise heißt es weiter, dass die Ermittler am 15. August an der Fundstelle der Drohne zusätzlich eine Substanz entdeckt haben sollen, bei der es sich nach ersten Einschätzungen um Spuren des Sprengstoffs Hexogen gehandelt haben könnte. Das explosive Gemisch war offensichtlich nicht detoniert.

Die Ermittelnden sind seit Anfang August damit betraut, nachzuvollziehen, wie genau der Anschlag ablaufen sollte. Und wer dafür verantwortlich ist: Sicherheitsbehörden glauben, dass letztlich Russland dahinterstecken dürfte.

Gesamten Artikel lesen