Krieg in Nahost: Berichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-Miliz

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Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Trump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endet

Iran: Einigung mit Oman über Schifffahrtsroute – USA nicht beteiligt

Israelisches Militär beginnt Angriffe im Süden Libanons

Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus

Bericht: USA haben im Iran-Krieg wichtige Raketenvorräte fast aufgebraucht

Luzia Geier

Berichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-Miliz

Saudi-Arabien bereitet sich Berichten zufolge auf mehrere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die ebenfalls von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen vor. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthis planen, den Golfstaat „in sehr naher Zukunft“ unter Anleitung von Irans mächtiger Revolutionsgarde anzugreifen. 

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Insider über unmittelbar bevorstehende, koordinierte Angriffe aus dem Norden und Süden. Demnach deuteten die Geheimdienstberichte darauf hin, dass zivile Einrichtungen und wirtschaftlich wichtige Infrastruktur wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen zum Ziel werden könnten. Zudem beobachte das Königreich, dass Drohnen und Raketen verlegt würden, hieß es. Dies deute auf ein abgestimmtes Vorgehen aus beiden Richtungen hin. Die Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und den USA bleibe auf allen Ebenen „sehr eng“, sagte der Insider laut Reuters. Dazu gehöre die operative Zusammenarbeit mit dem US-Zentralkommando. Das Königreich sei bereit, alles Notwendige zu tun, um auf jede Aggression zu reagieren.

An diesem Freitag wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu Gesprächen in Saudi-Arabien erwartet. Dort ist unter anderem ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen und faktischen Herrscher des Königreichs, Mohammed bin Salman, sowie mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif geplant. Über Inhalte wurde zunächst nichts bekannt. Die Länder bemühen sich als Vermittler im Krieg zwischen Iran und den USA um Deeskalation. Pakistan versucht, beide Seiten dazu zu bewegen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Luzia Geier

Insider: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan planen Verteidigungspakt

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan wollen Insidern zufolge ein Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Die Vereinbarung solle in Saudi-Arabien besiegelt werden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Details waren zunächst nicht bekannt. Riad strebt eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit Verbündeten an und warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch von Iran unterstützte Gruppen. Einem saudischen Regierungsvertreter zufolge könnten geplante Angriffe dieser Gruppen darauf abzielen, die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung im Verhältnis zu Iran zu stören. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ist schon in Saudi-Arabien eingetroffen, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird noch erwartet.

Luzia Geier

Sprecher: Elf Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien

Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses in Jemen sind bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt worden. Sieben seien saudische Staatsbürger gewesen, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens sowie einer Pakistans und einer aus Jemen aufgrund der „terroristischen Huthi-Angriffe“ verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein vierjähriges Kind. 

Die Huthi hätten „wahllos zivile Objekte“ beschossen, was einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellte, hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt. Stellungnahmen der Huthi oder der Regierung in Teheran lagen zunächst nicht vor.

Luzia Geier

Trump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endet

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Iran-Krieg „ziemlich bald“ enden könnte. „Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können“, sagte er mit Blick auf Iran vor Reportern im Oval Office. Auf die Frage, ob eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus erreicht worden sei, sagte Trump, er sei in Verhandlungen eingebunden. „Es könnte bald sein.“

Zugleich räumte er ein, dass die US-Streitkräfte bei einigen Waffen mit Engpässen zu kämpfen haben. „Wir haben bestimmte Arten von Munition, die sehr schlagkräftig sind und von denen wir unbegrenzte, praktisch unbegrenzte Vorräte haben“, sagte Trump. „Bei anderen ist es ein wenig knapper." US-Rüstungsunternehmen errichten ihm zufolge weitere Produktionsanlagen, unter anderem für Patriot- und Tomahawk-Raketen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte gemeldet, dass die US-Armee in dem seit fünf Monaten andauernden Krieg einen Großteil ihrer weltweiten Bestände an hochpräzisen Langstreckenraketen aufgebraucht habe.

Auffällig war, dass Trump anders als an den Vortagen keinen Wochentag für ein mögliches Abkommen mehr nannte. Der US-Präsident hatte diese Woche Hoffnungen geweckt, dass am Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtige Meerenge geöffnet werden könnte.

Juri Auel

USA: Annäherung bei Gesprächen zwischen Libanon und Israel 

Bei einer neuerlichen Verhandlungsrunde zwischen Libanon und Israel haben die beiden Seiten US-Angaben zufolge Fortschritte gemacht. Die Gespräche in Rom auf technischer und fachlicher Ebene seien produktiv gewesen, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Man sei sich „nun deutlich näher“ bei der Frage, was getan werden müsse, um die sogenannten Pilotzonen weiterzuführen und auszubauen.

Israel hat im Südlibanon Truppen stationiert und geht dort gegen die Hisbollah-Miliz vor. Die beiden Nachbarländer hatten sich in früheren Gesprächsrunden darauf verständigt, dass in sogenannten Pilotzonen die libanesischen Streitkräfte, die nicht Konfliktpartei sind, die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise aus dem Gebiet zurückzieht. Mitte Juli waren in den drei südlibanesischen Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija derartige Pilotzonen eingerichtet worden.

Vertreter der beiden Länder sind nun von Dienstag bis Donnerstag in der italienischen Hauptstadt zusammengekommen, um über die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu sprechen. Dieses sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Bei den Gesprächen in Rom sollte es um die „vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens“ gehen, das unter Vermittlung der USA zustande gekommen war. 

Christoph Heinlein

Zwei israelische Soldaten und ein Libanese in Südlibanon getötet

Im Süden Libanons sind bei einer Eskalation der Gewalt nach Angaben des israelischen Militärs zwei seiner Soldaten ums Leben gekommen. Auch mindestens ein Libanese sei getötet worden, teilte das israelische Militär am Donnerstag mit. Vier weitere Reservisten seien bei dem Vorfall schwer verletzt worden, sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die Soldaten in einem Gebäude, das sie durchsuchen wollten, durch die Detonation eines Sprengsatzes getötet. 

Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Tibnin im Süden seien eine Person getötet und zwölf weitere verletzt worden. Das israelische Militär hatte am Mittwoch mit erneuten Angriffen in Südlibanon begonnen. Als Grund nannte es eine Verletzung der Waffenruhe durch die Hisbollah-Miliz in Libanon, die mit Iran verbündet ist.

 Die Armee hatte am Mittwoch von einem eindeutigen Verstoß der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die im Juni vereinbarte Waffenruhe gesprochen. Israel reagierte mit Beschuss in Südlibanon. Die Zunahme der Gewalt fällt mit einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Israel und Libanon in Rom zusammen. An den Beratungen ist die noch immer einflussreiche radikal-islamische Hisbollah nicht beteiligt.

Luzia Geier

Trump: Ich würde lieber Deal mit Iran schließen

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit Iran ausgesprochen. „Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten“, sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.

Der US-Präsident hatte davor Hoffnungen geweckt, dass an diesem Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus geöffnet werden könnte. Vizepräsident J. D. Vance sagte in einem Fox-News-Interview, dass die Entwicklung in eine Richtung gehen werde, die gut für die USA sei. Man werde alle Werkzeuge nutzen, die zur Verfügung stünden - militärische, wirtschaftliche und diplomatische. Einen zeitlichen Ausblick gab er nicht.

Katja Guttmann

Iran: Einigung mit Oman über Schifffahrtsroute – USA nicht beteiligt

Iran und der Oman haben sich nach iranischen Angaben auf die geografischen Koordinaten für eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus verständigt. Eine gemeinsame Erklärung werde derzeit fertiggestellt, sofern sich keine Dritten einmischen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Aus Oman gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein.

Das geplante Abkommen würde Iran die Kontrolle über Schiffe geben, die durch die Meerenge in den Golf steuern. Dies wäre eines der bislang größten Zugeständnisse an die Regierung in Teheran, wie ein hochrangiger iranischer Insider und zwei Vertreter aus der Region der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Es müssten jedoch noch wichtige Details geklärt werden. Ohnehin garantiere ein Abkommen allein noch keine Sicherheit in der strategisch wichtigen Wasserstraße, sagte Baghaei. Die Sicherheitslage hänge weiterhin mit der anhaltenden US-Blockade sowie anderen aggressiven und bedrohlichen Maßnahmen gegen Iran zusammen. 

Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi bestätigte laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna, eine Vereinbarung zwischen Iran und Oman über neue Regelungen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stehe kurz vor dem Abschluss. Er betonte, die Abmachung bedeute keine vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus, sondern stelle vielmehr ein neues Modell dar.

Carina Seeburg

USA streichen Iran nahestehende Airline von Sanktionsliste 

Kurz vor einer von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten Öffnung der Straße von Hormus hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen eine den iranischen Revolutionsgarden nahestehende irakische Airline aufgehoben. Die Fluggesellschaft Fly Baghdad, die auch als Iraq Express bekannt sei, sowie zwei Maschinen vom Typ Boeing 737 mit den Kennzeichen YI-BAF und YI-BAN seien von einer entsprechenden Terrorsanktionsliste gestrichen worden, teilte das Ressort mit.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums erklärte, dass die Fluggesellschaft „wesentliche Änderungen in ihrem Betrieb nachgewiesen“ habe. Es sei daher nicht weiter gerechtfertigt, dass Fly Baghdad weiter auf der Liste stehe. Zugleich stellte sie klar, dass dies „kein Hinweis auf eine Änderung der US-Politik gegenüber der iranischen Regierung“ sei.

Trump hatte am Dienstagabend (Ortszeit) von einer möglichen Öffnung der Meerenge am Mittwoch oder Donnerstag im Zuge eines Deals mit Iran gesprochen. Zweifel an seinen Worten bleiben: Aus Teheran hieß es, man verhandle nur mit dem Oman, dem anderen Anrainerstaat der Meerenge. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass dies noch keine zügige Öffnung der Straße von Hormus bedeute. 

Katja Guttmann

Israelisches Militär beginnt Angriffe im Süden Libanons

Das israelische Militär beginnt nach eigenen Angaben mit gezielten Angriffen in Südlibanon. Dies sei eine Reaktion auf einen Verstoß der Hisbollah, teilt die Armee mit. Die Streitkräfte hatten einen Evakuierungsaufruf für das südlibanesische Dorf Mansuri veröffentlicht und ein Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Miliz in der Region angekündigt. Es ist die erste Online-Warnung der Armee für Libanon seit mehr als einem Monat. 

Augenzeugen in der Gegend sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass Bewohner den Ort in Richtung Tyrus verlassen hätten. In al-Mansuri sei nach dem Fluchtaufruf Panik ausgebrochen.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, Teile des Dorfs al-Mansuri seien unter israelischer Kontrolle. Die Hisbollah und die libanesische Regierung bezeichnen eine von Israel einseitig verfügte „Sicherheitszone“ im Südlibanon als völkerrechtswidrige Besetzung. Das Gebiet umfasst rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes. 

Julia Bergmann

Huthi-Miliz: Haben saudi-arabischen Tanker mit Rakete angegriffen 

Die Huthi-Rebellen in Jemen haben nach eigenen Angaben einen saudi-arabischen Öltanker mit einer Rakete beschossen. Der Angriff habe vor der Küste der saudi-arabischen Hafenstadt Janbu am Roten Meer stattgefunden, sagt der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari. Einen Zeitpunkt für den Angriff nennt er nicht. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens liegt zunächst nicht vor. Die Huthi-Miliz kontrolliert Teile Jemens und ist mit Iran verbündet. Sie hat eine Blockade gegen saudi-arabische Schiffe im Roten Meer verhängt. 

Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus

Die USA, Iran und Oman stehen laut dem US-Portal Axios kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits diesen Mittwoch eine Einigung an, berichtete Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion.

US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte er in einem Interview außerdem, man führe „sehr gute“ Gespräche.

Axios schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen Irans und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es bisher keine Stellungnahme.

Iran machte Staatsmedien zufolge ein Abkommen mit Oman über die Nutzung der Straße von Hormus vom Verhalten der USA abhängig. Ein Abschluss werde verzögert, „solange die Vereinigten Staaten Iran weiterhin bedrohen“, erklärte ein iranischer Insider den Medien zufolge.

Katja Guttmann

Nach Beschuss: Indisches Schiff sinkt vor Jemens Küste

Ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff ist nach einem Beschuss vor der Küste Jemens gekentert und gesunken. In einem Medienbericht hieß es, die jemenitischen Huthi-Rebellen seien für den Angriff verantwortlich. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht.

Der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal schrieb am Dienstag auf der Plattform X, alle 14 Besatzungsmitglieder der „MSV Faize Noore Oliya“ seien von der Küstenwache Jemens gerettet und in den Hafen von Mokka gebracht worden. Das Außenministerium erklärte, die Regierung in Neu-Delhi stehe im Kontakt mit den jemenitischen Behörden über den Vorfall. Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird durch Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi gestört.

Die Rebellen wollen damit saudische Exporte blockieren. Dies weitet den Konflikt zwischen den USA und Iran aus, der bereits die Ölversorgung durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat. Wegen der Huthi-Angriffe auf mehrere saudische Tanker sind indische Raffinerien inzwischen auf Öl-Käufe aus dem Nahen Osten umgestiegen, bei denen der Verkäufer das Transportrisiko übernimmt. 

Katja Guttmann

Tunnelsystem der Hisbollah: Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom

Der Iran-Krieg führte auch zu einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz in Libanon. Seit April gibt es direkte politische Gespräche zwischen der libanesischen und israelischen Regierung – erstmals seit Jahrzehnten. Am Dienstag gingen diese in Rom in eine neue Runde, wie Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete. 

Dabei geht es um die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Ein unterirdisches Tunnelsystem der Hisbollah soll dabei nach Angaben von libanesischen Regierungskreisen ein zentrales Thema sein. Washington vermittelt in dem Konflikt. Dabei geht es auch darum, eine Konfliktlösung unabhängig vom Iran zu erzielen, der ein wichtiger Verbündeter Hisbollah ist. Die Hisbollah selbst ist nicht an den Gesprächen beteiligt.

Das jüngste Rahmenabkommen sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt. Es ist die siebte Gesprächsrunde. Sie soll bis Donnerstag fortgesetzt werden. 

Katja Guttmann

Berichte: Israel verschärft Regeln für Angriffe im Gazastreifen

Berichten zufolge ist die Zahl der israelischen Angriffe im Gazastreifen wegen einer neuen Auflage zurückgegangen. So muss der Generalstabschef Ejal Zamir vorab zustimmen, außer es gebe eine unmittelbare Gefahr für die Soldaten, meldete unter anderem die Zeitung Haaretz. Zuvor brauchte es demnach nur die Zustimmung bestimmter Kommandeure. Auch die Times of Israel berichtete, im Gazastreifen gebe es weniger Angriffe von der israelischen Armee. Israels Armee verwies auf Anfrage an die politische Führung, die sich zunächst nicht zu den Berichten äußerte.

Dass Israel Angriffe auf Ziele im Gazastreifen einstellt, ist Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht. Der Friedensrat wurde von US-Präsident Donald Trump gegründet und soll den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem palästinensischen Küstengebiet überwachen.

Zuletzt hatten auch Ägypten, Katar und die Türkei, die in dem Konflikt vermitteln, israelische Angriffe in dem großflächig zerstörten Gebiet scharf verurteilt. Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gaza-Krieg herrscht, kommt es immer wieder zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen. Israels Armee hat zuletzt immer wieder mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) getötet. 

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