Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Tote bei russischem Angriff auf Odessa und Sumy – ukrainische Drohnen auf Moskau und Schiffe im Schwarzen Meer
Von der Leyen in Kiew: „Das Blatt wendet sich“
Russland greift Kiew und weitere Städte erneut mit Raketen an
Fünf Tote bei russischem Angriff auf Frachter nahe Odessa
Ukraine gründet Raketenabwehr-Bund mit Deutschland und weiteren europäischen Staaten
US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor
Mehrere Senatoren der beiden großen Parteien in den USA haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgestellt – ein zentrales Anliegen des kürzlich gestorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham. Die von Republikanern und Demokraten gestützte Initiative sehe Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, sagte der demokratische Senator Richard Blumenthal bei einer Pressekonferenz. Namentlich erwähnte er dabei unter anderem China und Indien.
Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des Erdgases aus Russland importieren und „bedeutende Maßnahmen" ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. „Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen", hob Blumenthal hervor. Er betonte zudem, dass die Initiative zwar mitunter als „Zollgesetz" bezeichnet worden sei, der Entwurf jedoch umfassende Sanktionen gegen weite Teile der russischen Wirtschaft vorsehe, darunter gegen die Energiebranche, den Finanzsektor und die Rüstungsindustrie sowie gegen Oligarchen, Geschäftsleute und Russlands Präsidenten Wladimir Putin selbst.
Eine schnelle Verabschiedung im US-Kongress sei nicht nur wichtig, weil es eine Würdigung Grahams sei, sondern auch bedeutend für die Ukraine, sagte Blumenthal. Im US-Senat wird bereits seit mehr als einem Jahr um ein neues Sanktionspaket gegen Russland gerungen, das dort federführend vom Republikaner Graham vorangetrieben wurde.
Russland meldet Tod des Chefingenieurs des AKW Saporischschja bei Drohnenangriff
Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine, Alexej Jakowlew, getötet haben. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, teilte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäß einer Mitteilung bei Telegram mit. Es sei ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen. Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden.
In Moskau reagierte das Außenministerium sofort. „Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird“, schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA Rafael Grossi. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt bisher nicht vor.
Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar informiert. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Den Angaben nach mussten soziale Objekte über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden.
Russische Angriffe in Ostukraine fordern Tote und Verletzte
Durch russischen Beschuss sind im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei Angriffen unter anderem mit ferngesteuerten Drohnen verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Den Angaben nach waren die Siedlung Jasna Poljana und die nahe Stadt Kramatorsk Angriffsziele. Kramatorsk ist nur etwa zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.
EU und Ukraine vereinbaren enge Kooperation bei Drohnenproduktion
Die Europäische Union (EU) und die Ukraine haben ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion von Drohnen geschlossen. Ziel sei es, das ukrainische Know-how mit den industriellen Kapazitäten Europas zu verzahnen, um gemeinsame Projekte aufzubauen und die Produktion hochzufahren, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Kiew mit. Das Abkommen bringe den ukrainischen Erfindungsgeist und die industrielle Größe Europas zusammen. Es ist die erste Vereinbarung dieser Art mit der Ukraine, die Länder und Unternehmen in der gesamten EU abdecken soll.
Tote bei russischem Angriff auf Odessa und Sumy – ukrainische Drohnen auf Moskau und Schiffe im Schwarzen Meer
Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Auch in nordukrainische Region Sumy sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens drei Menschen getötet worden.
Sieben Menschen seien in Sumy verletzt worden, teilte der Governeur Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Die russischen Truppen hätten sechs Angriffe mit Lenkbomben ausgeführt. Eine Bombe sei in der Nähe medizinischer Einrichtungen eingeschlagen. Die anderen hätten nach vorläufigen Informationen die Infrastruktur getroffen.
Wie der Leiter der Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lysak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte, sind dort drei Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert worden. Zudem seien Wohngebäude beschädigt worden. Weitere Einzelheiten nannte Lysak nicht.
Das russische Militär hat einen Angriff auf Odessa bestätigt. Bei einem kombinierten Schlag mit „luftbasierten Hochpräzisionswaffen und Kampfdrohnen“ seien in den Häfen Odessa und Tschornormorsk Reservoirs und Anlagen zur Verschiffung von Treibstoffen für das ukrainische Militär getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau am Morgen. Außerdem sei eine Drohnenfabrik beschossen worden.
Russland hat in den vergangenen Tagen seine Angriffe auf die ukrainischen Tiefwasser-Schwarzmeerhäfen im Großraum Odessa verstärkt, die für den Außenhandel und die Kriegswirtschaft des Landes von zentraler Bedeutung sind. Dem Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge wurden am Dienstagabend bei einem Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur in der Region zwei Menschen getötet. Dabei sei auch ein Frachter unter der Flagge der Marshallinseln beschädigt worden.
Derweil hat Russland nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin binnen 24 Stunden einen Angriff mit 340 ukrainischen Drohnen auf die Hauptstadtregion abgewehrt. Die meisten seien von der Flugabwehr weit vor der Stadt neutralisiert worden, schrieb Sobjanin auf Telegram. Mehr als 50 Drohnen seien auf dem Weg nach Moskau zerstört worden. Eine ukrainische Stellungnahme zu dem konkreten Angriff gibt es nicht.
Die Ukraine attackierte in der Nacht nach Angaben aus Kiew zudem 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen. Dabei seien 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schlepper getroffen worden, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit.
Litauen: Russland plant Angriffe auf Infrastruktur
Litauen hat seinem Präsidenten Gitanas Nauseda zufolge Geheimdienstinformationen über russische Pläne für Angriffe auf die Infrastruktur. Vorsorglich werde die Sicherheit an Energie- und Verkehrsanlagen verschärft, sagte Nauseda in einem Interview der Nachrichtenagentur BNS. Er habe keine Informationen darüber, wann oder wo die Angriffe geplant seien.
"Wir haben solche Signale, die wir von unseren Diensten erhalten", sagte Nauseda. "Sie nennen weder einen klaren Ort noch eine Zeit, weil der Gegner seine Planung noch nicht abgeschlossen hat und wir nur von der Planung oder dem Ziel wissen." Es könne sich um verschiedene Mittel handeln, die darauf abzielten, kritische Infrastruktur physisch zu beschädigen. "Alles, was den Betrieb dieser Anlagen beeinträchtigt." Nauseda sagte in dem Interview nicht ausdrücklich, dass sein Land das Ziel sei. Allerdings hatte das Nachbarland Polen kürzlich erklärt, westliche Geheimdienste seien besorgt über das Risiko russischer Angriffe auf polnisches und baltisches Territorium.
Das Nato-Mitglied Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und an den russischen Verbündeten Belarus. Litauen hat seine Verteidigungsausgaben seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 verdreifacht.
Von der Leyen in Kiew: „Das Blatt wendet sich“
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht zum elften Mal seit Kriegsbeginn die Ukraine. „Ich werde neue Initiativen zur Integration unserer Verteidigungsindustrien ankündigen. Damit wir mehr und schneller produzieren können“, kündigte sie nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Kiew auf X an.
Von der Leyen postete ein Video, auf dem zu sehen ist, wie sie in Kiew aus dem Zug steigt und von einer ukrainischen Delegation empfangen wird.
Bei dem Besuch werde man außerdem über den EU-Beitritt und die Vorbereitungen auf den kommenden Winter sprechen. Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine voran. Mit einem Abschluss der Gespräche wird bei der Ukraine aber nicht vor dem kommenden Jahrzehnt gerechnet.
Neben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind auch mehrere Staats- und Regierungschefs aus Südosteuropa in Kiew zu einem Gipfel eingetroffen. „Wir halten den 5. Ukraine-Südosteuropa-Gipfel ab, um unsere Partnerschaft und Kooperation auf dem Weg in die EU zu bekräftigen“, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Dabei sind unter anderem die Präsidenten von Rumänien, der Republik Moldau, Albanien und Serbien. Andere Staaten wie Nordmazedonien und Montenegro sind durch ihre Außenminister vertreten.
Ukraine: Erneut Schiffe im Asowschen Meer getroffen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen werden im Asowschen Meer nach Angaben aus Kiew elf russische Schiffe getroffen. Unter den Zielen seien fünf Tanker, fünf Frachtschiffe und ein Schlepper, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Damit steige die Zahl der in den vergangenen neun Tagen getroffenen Schiffe auf 116.
Unterdessen haben russische Streitkräfte nach ukrainischen Angaben ein ziviles Schiff nahe dem Schwarzmeerhafen Odessa angegriffen. Das teilt der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletentschuk, der Nachrichtenagentur Reuters mit. Verletzte gibt es demnach nicht.
Polen kündigt erste Manöver der „Koalition der Willigen“ an
Erste Militärmanöver der „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine sollen in diesem Herbst in Polen stattfinden. Das kündigte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk in Paris an, nachdem die Staatengruppe am Vortag in der französischen Hauptstadt getagt hatte. Tusk nannte Truppen aus Frankreich und Großbritannien als internationale Teilnehmer. Die polnischen Streitkräfte seien Teilnehmer und Gastgeber.
Die Manöver sollten die Koalition auf „konkrete Sicherheitsgarantien für die Ukraine, aber auch für die Region vorbereiten“, sagte Tusk der Nachrichtenagentur PAP zufolge. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montag erstmals von gemeinsamen Übungen gesprochen. Die sogenannte Koalition der Willigen plant eine multinationale, von Europa geführte und von den USA unterstützte Truppe. Sie soll nach einem Ende des russischen Angriffskrieges helfen, die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten. Die Bemühungen um ein Kriegsende sind aber seit Monaten festgefahren.
Ukraine attackiert russische Raffinerien nahe dem Uralgebirge und in Krasnodar
Die Ukraine hat in der Nacht eine Raffinerie in der russischen Teilrepublik Baschkortostan in der Nähe des Uralgebirges angegriffen - 1400 Kilometer von der Front entfernt. Eine massive Attacke auf das Industriegebiet in Salawat bestätigte Republikchef Radij Chabirow bei Telegram. „Es gibt einige Rauchherde, die durch das Herabstürzen von Drohnentrümmern hervorgerufen wurden“, schrieb er. Tote und Verletzte gibt es nach seinen Angaben nicht. Medienberichten zufolge sind die Brände in der Ölverarbeitungsanlage ausgebrochen.
Die zum Ölkonzern Gazpromneft gehörende Raffinerie hat eine Verarbeitungskapazität von mehr als sieben Millionen Tonnen Rohöl im Jahr. Im September 2025 wurde sie bereits zweimal angegriffen. Nach Angaben Chabirows arbeitete sie anschließend aber weiter störungsfrei.
In der südrussischen Region Krasnodar haben herabstürzende Drohnentrümmer nach Angaben der örtlichen Rettungsdienste einen Brand in einer Ölraffinerie ausgelöst. Die herabfallenden Trümmer beschädigten demnach auch mehrere Privathäuser, einen Wohnblock sowie ein Gebäude an einem Bahnübergang. Eine Person sei verletzt worden, heißt es weiter.
Macron: Multinationale Truppe für Ukraine einsatzbereit
Die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine plant in den kommenden Monaten gemeinsame Manöver in Nachbarländern der Ukraine. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron nach Beratungen in Paris mit Bundeskanzler Friedrich Merz, dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij und dem britischen Premierminister Keir Starmer mitteilte, sollen die Übungen unter anderem zeigen, „dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind – zu Land, in der Luft und zur See“.
Die Koalition verfüge nun über eine multinationale Truppe für die Ukraine, die einsatzbereit sei, so Macron. Die Übungen in den ukrainischen Nachbarländern sollten Einsatzpläne testen. Die Truppe soll einer Erklärung von Anfang des Jahres zufolge als Abschreckung dienen und in Friedenszeiten die ukrainischen Streitkräfte unterstützen – etwa bei der Ausbildung junger Soldaten oder der Sicherung des Luftraums und der Seegebiete.
Russland greift Kiew und weitere Städte erneut mit Raketen an
Russlands Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwierig abzuwehren sind. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen zu hören. Nach Behördenangaben brachen in mindestens zwei Stadtteilen Brände aus, teils ausgelöst durch herabgestürzte Trümmerteile. Im Bezirk Holosiivskyi sollen zwei Lagerhallen gebrannt haben. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brannten zudem Autos, nachdem Drohnenteile in einem östlichen Vorort niedergegangen sind. Opfer wurden aus der Hauptstadt zunächst nicht gemeldet.
Auch andere Städte sind Ziele der Angriffe: In Saporischschja wurden bei einem Drohnenangriff den Rettungsdiensten zufolge elf Menschen verletzt. In der Region Charkiw gab es nach Angaben des Gouverneurs sechs Verletzte.
Acht Tote durch ukrainische Drohnenangriffe in Donezk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in den von Russland kontrollierten Teilen der Region Donezk werden nach russischen Angaben acht Menschen getötet. Darunter befinde sich eine vierköpfige Familie, teilt der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vier weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ihre Fahrzeuge von Drohnen getroffen wurden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Fünf Tote bei russischem Angriff auf Frachter nahe Odessa
Bei einem russischen Luftangriff auf einen ausländischen Frachter in der Ukraine sind mindestens fünf Besatzungsmitglieder getötet worden. Außerdem habe es auf dem Schiff unter der Flagge von Togo zwölf Verletzte gegeben, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Der Frachter sei während des Entladens von Mineraldünger in einem Schwarzmeerhafen bei Odessa getroffen worden.
In Odessa selbst wurden durch den nächtlichen Angriff mehr als ein Dutzend Busse in einem Fuhrpark zerstört oder beschädigt, wie Kiper mitteilte. Wohnhäuser und ein Sanatorium seien beschädigt worden. Der Gouverneur sprach von mindestens fünf Verletzten.
Moskaus Angriff auf den Schiffsverkehr in Odessa wirkt dabei wie eine Antwort auf die ukrainischen Drohnenattacken gegen russische Tankschiffe im Asowschen Meer. Über Nacht seien dort weitere 15 Schiffe getroffen worden, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Es gehe um sieben Tanker, fünf Frachter, eine Fähre und zwei Schlepper. Von russischer Seite gab es dazu keine Angaben.
In den vergangenen acht Tagen seien 105 russische Schiffe beschädigt worden, erklärte Browdi. Die genaue Zahl ist nicht überprüfbar. Allerdings sind in den vergangenen Tagen Dutzende Treffer beobachtet worden, die Schiffe auf dem Asowschen Meer manövrierunfähig gemacht haben. Russland hofft, mit der Tankerflotte fehlenden Treibstoff auf die Halbinsel Krim zu bringen
Ukraine gründet Raketenabwehr-Bund mit Deutschland und weiteren europäischen Staaten
Wegen anhaltender russischer Angriffe auf die Ukraine haben sich Deutschland, Frankreich und sieben weitere Länder mit der Ukraine in einer neuen Koalition zur Raketenabwehr zusammengeschlossen. Angesichts der ballistischen Bedrohung habe man eine klare Entscheidung getroffen, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach der Gründung der rein defensiven Koalition gegen ballistische Raketen in Paris.
„Wir schützen die Ukraine, stärken unsere gemeinsame Sicherheit und bauen ein Europa der Verteidigung auf.
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„Mit der Gründung der Raketenabwehr-Koalition stärken wir die Fähigkeiten, die Europa benötigt“, sagte Macron. Beteiligt sind außerdem Dänemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien. Ziel des neuen Bündnisses ist eine industrielle Zusammenarbeit, um bestehende Raketenabwehrsysteme zu ergänzen.
„Durch die Bündelung unserer industriellen Verteidigungsbasis, unserer Forschung und unserer operativen Erfahrung ist es unser Ziel, eine gemeinsame Abwehrkapazität gegen ballistische Raketen für Europa aufzubauen und relevante unterstützende Aktivitäten zu fördern“, hieß es in einer Erklärung.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte vor dem Pariser Treffen, es gehe um den Aufbau eines neuen Raketenabwehrsystems. Die Ukraine arbeitet an einem eigenen System namens Freyja, das eine kostengünstige und leistungsfähige Alternative zum Patriot-System darstellen soll. US-Präsident Donald Trump hatte der Ukraine beim Nato-Gipfel in Ankara eine Lizenz zum Bau von Munition für das Flugabwehrsystem Patriot in Aussicht gestellt. Doch das ist eine langfristige Lösung, aktuell ist die Munition vor Ort knapp, und Russland nutzt das aus.














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