Krieg im Nahen Osten: Hisbollah lehnt verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ab

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Der Libanon und Israel haben sich in der Nacht auf die Verlängerung einer brüchigen Feuerpause geeinigt. Doch die Hisbollah-Miliz lehnt die Vereinbarung ab.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, 4. Juni 2026, 14:57 Uhr

Die libanesische Hisbollah-Miliz lehnt die Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon ab. Die Vereinbarung sei »ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils«, hieß es in einer Erklärung des Hisbollah-Chefs Naim Kassim, die im Fernsehen verlesen wurde.

Die jüngsten Verhandlungen mit Israel bezeichnete Kassim als »schamlos«. Für die Hisbollah seien eine vollständige Waffenruhe sowie der Abzug der israelischen Armee aus dem Süden des Libanon entscheidend. Solange Israel im Land bleibe, werde der Widerstand fortgesetzt. In der Erklärung warnte Kassem, der Norden Israels sei nicht sicher, solange libanesische ​Dörfer bombardiert und Menschen getötet würden.

Die von den USA vermittelte ​erneute Feuerpause war in der Nacht zum Donnerstag beschlossen worden. Sie sieht vor, dass die vom Iran unterstützte Hisbollah ihre Angriffe einstellt und ihre Kämpfer aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses nahe der libanesischen Grenze zu Israel zurückzieht. Die Kontrolle in der Region soll laut der Vereinbarung dem libanesischen Militär übertragen werden. Eine derartige Verknüpfung der Präsenz der Hisbollah im Südlibanon mit einer Waffenruhe ⁠oder einem israelischen Abzug lehnte Kassem nun jedoch ab.

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