Krieg gegen die Ukraine: ARD-Studio Kyjiw bei russischen Angriffen teilweise zerstört

vor 11 Stunden 1

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Jona Spreter

ARD-Studio Kyjiw durch russischen Angriff teilweise zerstört

Bei dem großangelegten russischen Raketenangriff auf Kyjiw ist auch das zentral gelegene ARD-Studio beschädigt und in Teilen zerstört – wahrscheinlich durch eine Druckwelle. »Rausgerissene Fensterrahmen, überall Splitter, zerstörte Technik – den eigenen Arbeitsplatz völlig verwüstet zu sehen, ist ein Schock«, sagte Vassili Golod, ARD-Studioleiter in Kyjiw.

Die statische Sicherheit des Gebäudes muss nach ARD-Angaben nun überprüft werden. Trotz der starken Schäden werde die Berichterstattung aus der Ukraine fortgesetzt. Die Produktion und aktuelle Live-Berichterstattung sollen mit mobilen technischen Lösungen und Ausweichmöglichkeiten weiter gewährleistet werden.

Jona Spreter

Russland bestätigt Einsatz von Oreschnik-Rakete

Russland hat in der Ukraine erneut die Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die Angriffe der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. 

Bei einem ukrainischen Angriff auf Starobilsk im besetzten Gebiet Luhansk waren vorgestern russischen Angaben zufolge zwölf Menschen getötet worden. Demnach wurde das Wohnheim einer Berufsschule getroffen. Die Ukraine gibt an, dort habe eine auf Drohnenangriffe gegen die Ukraine spezialisierte russische Militäreinheit operiert.

Henrik Rampe

Selenskyj meldet russischen Angriff mit Mittelstreckenrakete Oreschnik

Bei den nächtlichen Angriffen auf Kyjiw soll Russland auch die Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt haben. Der teilten sowohl Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch der Leiter der Kommunikationsabteilung der Luftstreitkräfte, Jurij Ihnat, mit. Die Rakete schlug demnach im Raum Bila Zerkwa ein, etwa 80 Kilometer südlich von Kyjiw.

Bei der sogenannten Oreschnik-Rakete handelt es sich um eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite zwischen 5.000 und 6.000 Kilometern. Experten gehen davon aus, dass die Rakete auch nuklear bestückt werden kann.

Mehr zu den Angriffen auf Kyjiw lesen Sie hier:

Henrik Rampe

Vier Tote nach russischen Angriffen auf Kyjiw

Bei den Luftangriffen Russlands auf Kyjiw und Umgebung sind vier Menschen getötet worden. Das teilten ukrainische Behörden mit. Zwei Menschen sollen in der ukrainischen Hauptstadt getötet worden sein, zwei weitere in der Umgebung von Kyjiw.

Eva Casper

Ein Toter und zahlreiche Verletzte in Kyjiw

Bei den russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw ist mindestens ein Mensch getötet worden, etwa 20 weitere wurden verletzt. Das teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mit. Es gebe insgesamt 40 beschädigte Gebäude. Bürgermeister Vitali Klitschko forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben.

Das Portal The Kyiv Independent sprach von »einer Reihe von Explosionen« in der Hauptstadt. Das Portal Times of Ukraine berichtete von zahlreichen Bränden, darunter auch einer in der Nähe des Regierungsviertels. Unbestätigten Berichten zufolge soll Russland bei dem Angriff auch Hyperschallraketen und Marschflugkörper eingesetzt haben. 

Auch andere Landesteile der Ukraine wurden in der Nacht angegriffen. 

Eva Casper

Polen sichert Luftraum nach russischen Angriffen auf die Ukraine

Nach den russischen ‌Angriffen ⁠auf die ​Ukraine ist die polnische Luftwaffe im eigenen ​Luftraum im Einsatz. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Armee mit. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf. 

Eva Casper

Kyjiw meldet Angriff mit ballistischen Raketen

Die ukrainische Hauptstadt Kyjiw ist von heftigen Explosionen erschüttert worden. Laut Bürgermeister ​Vitali Klitschko wurden neun Menschen verletzt. Mehrere Wohngebäude ‌und eine Schule seien beschädigt worden. Der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, sprach von einem Angriff mit ballistischen Raketen. »Weitere Angriffe sind möglich. Bleiben Sie in den Schutzräumen«, rief er die Bevölkerung auf. Zuvor hatte es Luftalarm gegeben. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte vor einem Angriff Russlands mit neuartigen Oreschnik-Raketen gewarnt. Die Mittelstreckenrakete kann konventionelle und atomare Sprengköpfe tragen und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometern pro Stunde bei einer Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern. Russland hat sie bislang zweimal im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt. Ob eine Oreschnik bei den Angriffen in Kyjiw zum Einsatz kam, ist noch unklar. 

Luis Kumpfmüller

Selenskyj warnt vor russischem Angriff mit Oreschnik-Rakete

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem bevorstehenden russischen Angriff mit der Oreschnik-Mittelstreckenrakete gewarnt. Die Nachrichtendienste der Ukraine hätten entsprechende Hinweise erhalten, darunter auch von amerikanischen und europäischen Partnern. Auch die Hauptstadt Kyjiw sei demnach in Gefahr.

Hintergrund ist ein ukrainischer Angriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im russisch besetzten Gebiet Luhansk, bei dem nach russischen Angaben mindestens 18 Studierende eines pädagogischen Instituts getötet wurden. Das ukrainische Militär teilte mit, Ziel sei eine auf Drohnenangriffe spezialisierte russische Militäreinheit gewesen. Russlands Präsident Wladimir Putin forderte sein Verteidigungsministerium daraufhin auf, eine Reaktion vorzubereiten.

Die Oreschnik-Rakete, die auch in Belarus stationiert ist, kann konventionelle und atomare Sprengköpfe tragen und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometern pro Stunde bei einer Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern. Russland hat sie bislang zweimal im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt. Selenskyj forderte die Weltgemeinschaft zu einer »präventiven Reaktion« auf, ohne zu konkretisieren, was er darunter versteht.

Sven Crefeld

Selenskyj fordert volle EU-Mitgliedschaft für die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Sonderstatus für die Ukraine in der EU seine Forderung nach einer vollen Mitgliedschaft seines Landes in der Union bekräftigt. »Es wäre ungerecht für die Ukraine, in der Europäischen Union präsent zu sein, aber ohne Stimme zu bleiben«, schrieb Selenskyj an die EU-Spitzen in einem Brief. Der Erweiterungsprozess brauche viel zu lange, kritisierte Selenskyj. Europa müsse sich schneller bewegen und die Ukraine nicht in einem Warteraum halten, bis es die volle Mitgliedschaft gebe.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte für die Ukraine einen Sonderstatus als »assoziiertes Mitglied« der EU vorgeschlagen, weil ein schneller vollständiger Beitritt aus seiner Sicht ausgeschlossen ist. 

Sven Crefeld

Ukraine setzt Ölterminal am Schwarzen Meer in Brand

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Ölterminal Schescharis sowie das nahegelegene Öllager Gruschowa angegriffen. Der nächtliche Angriff habe ein Feuer in dem Terminal ausgelöst, teilte der ukrainische Generalstab bei Telegram ​mit. Zudem sei der Tanker Chrysalis im Schwarzen Meer getroffen ⁠worden.

Schescharis ist eines der größten Ölterminals am Schwarzen Meer und Endpunkt wichtiger Ölpipelines des russischen Pipelineunternehmens Transneft in der Region. Das russische Medium Astra berichtete, ukrainische Drohnen hätten das Ölterminal und das Depot Schescharis getroffen. Von Astra veröffentlichte Bilder zeigen offenbar Rauch über dem Ölterminal. Sie konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Örtliche Behörden in der russischen Region Krasnodar hatten zuvor mitgeteilt, ein ukrainischer Drohnenangriff habe in der Nacht zum Samstag ein Feuer an einem Ölterminal ausgelöst, das von herabfallenden Drohnentrümmern verursacht worden sei. Zwei Menschen seien verletzt worden. Die betroffene Anlage wurde nicht genannt.

Alara Yilmaz

Zahl der Toten nach ukrainischem Drohnenangriff steigt nach Behördenangaben auf zwölf

Die Zahl der Toten nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenheim ist nach russischen Angaben auf zwölf gestiegen. Der Angriff ereignete sich in der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ukraine. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angriff als Verbrechen bezeichnet und das russische Militär aufgefordert, Vorschläge für Vergeltungsmaßnahmen vorzulegen. Im Umfeld der Hochschule habe es keine militärischen Anlagen gegeben, sagte Putin.

Der UN-Sicherheitsrat berief auf Antrag Russlands eine Dringlichkeitssitzung zu dem Angriff ein. Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk wies die Anschuldigungen Moskaus zurück und sprach von einer »puren Propaganda-Show«. Die Angriffe des ukrainischen Militärs hätten sich ihm zufolge »allein gegen die russische Kriegsmaschinerie« gerichtet.

Jona Spreter

Drohne explodiert bei Aufprall auf lettischem See

Im Südosten Lettlands, nahe der Grenze zu Belarus, ist erneut eine Drohne abgestürzt. Das unbemannte Fluggerät sei auf dem Dridza-See in der Gemeinde Kraslava niedergegangen und beim Aufprall auf die Wasseroberfläche explodiert, teilte die lettische Polizei mit. Verletzt wurde demnach niemand. Anwohner hätten die Behörden über den Vorfall informiert. Zu Herkunft und Art des Flugkörpers wurden bisher keine Angaben gemacht.

Der Einflug der Drohne in den lettischen Luftraum war nach Angaben der Armee von den Radarsystemen nicht registriert worden. Daher seien keine Handywarnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums an die Bewohner der Region verschickt worden.

Alara Yilmaz

Ukraine greift Chemiewerk in Russland an

Das ukrainische Militär hat die Chemiefabrik Metafrax Chemical in der russischen Region Perm attackiert. Das gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram bekannt. Perm ist rund 1.700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

»Die Produkte des Unternehmens beliefern Dutzende anderer russischer Militärproduktionsstätten, darunter Flugzeugausrüstung und Drohnen, Raketentriebwerke und Sprengstoffe. Der Produktionsprozess in dem Unternehmen wurde nun eingestellt«, schrieb Selenskyj auf Telegram.

Alara Yilmaz

Russischer Drohnenangriff verletzt Trauernde in der Ukraine

Eine russische Drohne hat ukrainischen Angaben zufolge einen Trauerzug am Rande der ukrainischen Stadt Sumy im Nordosten des Landes getroffen. Mindestens eine Person sei schwer verletzt worden, teilte der lokale Gouverneur Ihor Kalchenko mit. Lokale Medien berichteten, dass die Drohne in der Nähe eines Busses auf die Straße traf und vier Menschen verletzte. 

Jona Spreter

Selenskyj will Ausscheiden von Viktor Orbán für EU-Beitritt der Ukraine nutzen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den deutschen Vorschlag abgelehnt, der Ukraine eine »assoziierte Mitgliedschaft« in der EU zu gewähren. »Es wäre unfair, wenn die Ukraine in der EU präsent wäre, aber ohne Stimme bliebe«, schrieb Selenskyj in einem Brief an die EU-Spitzen. Jetzt sei der »richtige Zeitpunkt«, um die Mitgliedschaft der Ukraine auf »vollständige und sinnvolle Weise voranzubringen«.

Selenskyj verwies dabei auf das Ausscheiden des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán – eines entschiedenen Gegners einer EU-Mitgliedschaft der Ukraine – nach den Wahlen im vergangenen Monat. Dadurch sei die Möglichkeit für substanzielle Fortschritte bei den Beitrittsgesprächen entstanden.

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