iOS, iPadOS und macOS enthalten schon seit längerem die Fähigkeit, potenziell problematische Inhalte auszublenden. Dazu wird ein lokales Erkennungsmodell verwendet, das sogenannten Sensitive Content aufspüren soll, etwa in der Nachrichten-App, bei FaceTime oder via AirDrop. Dazu muss im Bereich „Datenschutz & Sicherheit“ in den Einstellungen die „Warnung vor sensiblen Inhalten“ aktiv sein. Wie sich nun zeigt, ist selbige offenbar selbst sehr sensibel: Einem neuen Bericht aus den USA zufolge zensiert das Feature sogar Hundehaut.
Auf dem Rücken liegender Hund
Wie das Magazin 404 Media meldet, wurde ein per iMessage verschicktes Video, das einen auf dem Rücken liegenden Hund zeigt, dessen Bauch gestreichelt wird, als Nacktheit geflaggt. „Dies könnte sensibler Inhalt sein“, taucht dann auf – das Video wurde blockiert. Erst wenn man „Anzeigen“ anklickt, wurde es sichtbar. (Apple hat zudem einen „Hinweis“-Knopf integriert, über den man „Hilfe finden“ kann.) Die Idee hinter der Funktion ist eigentlich sinnvoll: Sie soll verhindern, dass Nutzer etwas zu sehen bekommen, was sie womöglich nicht sehen wollen. Eingeführt wurde das Feature bereits in iOS 17 im Herbst 2023.
Apple betont, dass es keinen Datenschutzverstoß darstelle, weil alles „on device“ mit „maschinellem Lernen“ umgesetzt werde. Apple selbst erhält keine Benachrichtigung und hat auch keinen Zugriff auf die Inhalte. Das Problem mit „nackter“ Hundehaut ist nicht neu: Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder einzelne Berichte. Neben Hunden sind offenbar auch andere Tiere betroffen: So gab es auch Zensur für das Bild aus einer Wildkamera, das ein Reh zeigte. Interessanterweise warnt Apple nicht nur beim Eingang eines Bildes, sondern auch beim Versand. Je nach Geräteeinstellung wird man dann gefragt, ob man die Aufnahme wirklich versenden wolle.
Mit iOS 27 wird auch Gewalt erkannt
„Wenn die Funktion ‚Warnung vor sensiblen Inhalten‘ feststellt, dass ein Foto oder Video anscheinend Nacktdarstellungen enthält, wird der Inhalt unscharf dargestellt, und eine Warnung wird angezeigt“, erläutert Apple.
Mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 soll das Feature übrigens noch verschärft werden: Dann sollen neben Nacktheit auch Gewalt und „Gore“ (also etwa blutige Szene) erkannt werden. Bei Kinderaccounts werden diese Maßnahmen standardmäßig aktiviert. Apple kommentierte die Hunde-Zensur auf Nachfrage von 404 Media zunächst nicht.
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(bsc)












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