Kennedy Center: Trumps Name ist von der Fassade des Kennedy Centers entfernt worden

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Der US-Präsident hatte seinen Namen am Kulturzentrum anbringen lassen. Per Gerichtsbeschluss montierten ihn Arbeiter nun wieder ab.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, Aktualisiert am 13. Juni 2026, 18:59 Uhr

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 Arbeiter haben am Freitag (US-Zeit) damit begonnen, den Namen von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des Kennedy Centers in Washington zu entfernen. Die Umbenennung war nicht rechtens.
Arbeiter haben am Freitag (US-Zeit) damit begonnen, den Namen von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des Kennedy Centers in Washington zu entfernen. Die Umbenennung war nicht rechtens. © Alex Wroblewski/​AFP/​Getty Images

Nach einer gerichtlichen Anordnung ist der Name von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des Kennedy Centers in der Hauptstadt Washington, D. C. entfernt worden. In einem Gerichtsdokument teilte der Exekutivdirektor der Kultureinrichtung mit, dass die entsprechenden Arbeiten abgeschlossen worden seien.

Ein Richter hatte zuvor einen Eilantrag abgelehnt, mit dem der Vorstand der renommierten Kultureinrichtung in letzter Minute versucht hatte, die Entfernung des umstrittenen Schriftzuges zu stoppen.

Im Mai hatte ein Bundesgericht die Umbenennung für illegal befunden. Nur der US-Kongress hätte demnach den Namen der Kultureinrichtung ändern dürfen. Dass Trump seinen Namen eigenmächtig anbringen ließ, sei unrechtmäßig gewesen. Das Gericht entschied, dass Trumps Name bis vergangenen Freitag entfernt werden müsse.

Arbeiten fanden hinter einer Plane statt

Die Arbeiten hatten erst Stunden nach dem Ablauf der ursprünglich gerichtlich vorgegebenen Frist begonnen. Die Frist wurde später wegen Unwettern bis Samstagmittag Ortszeit verlängert.

Die Entfernung der Buchstaben fand hinter einer Plane statt. Diese wurde am Baugerüst angebracht, sodass nicht zu sehen war, ob nur noch der vorherige Name, The John F. Kennedy Center for the Performing Arts, zu lesen war.

Am Abend zuvor hatte sich vor dem Gebäude in Washington eine Menschenmenge versammelt und die Bauarbeiter angefeuert, während sie ein Baugerüst an der Fassade errichteten und die Lettern mit Werkzeugen behandelten. Das Spektakel war vom Onlinedienst YouTube zunächst live übertragen worden. Auf der Website des Kennedy Centers war Trumps Name bereits gestrichen worden.

Künstler sagte nach Trumps Übernahme Auftritte ab

Die Umbenennung des Kennedy Center und dessen personelle Neubesetzung galt vielen Amerikanern als Angriff auf die Kultur der USA. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 ließ Trump die Führung der Einrichtung durch einen von ihm ausgewählten Vorstand ersetzen. Dieser ernannte Trump selbst anschließend zum Vorsitzenden. Der Vorstand entschied weiter, die Einrichtung in Trump Kennedy Center umzubenennen und den Namen des Präsidenten an der Fassade anzubringen.

Die Reaktionen aus der Kulturszene fielen deutlich aus: Zahlreiche Künstler sagten Auftritte im Center ab, andere Berater und Verantwortliche legten ihre Ämter nieder.

Das Kennedy Center ist eine der prestigeträchtigsten Kultureinrichtungen des Landes. Dort werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Kennedy Center wurde 1971 eröffnet und nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963) benannt.

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