Es waren schwere Vorwürfe, die eine anonyme Klägerin 2024 erhoben hatte: Die Frau hatte behauptet, 24 Jahre zuvor als 13-Jährige auf einer Party unter Drogen gesetzt und von den Rappern Sean »Diddy« Combs, 56, und Jay-Z, 56, vergewaltigt worden zu sein.
Nachdem sie jedoch Ungereimtheiten in ihrer Aussage zugegeben hatte, zog sie schließlich ihre Klage zurück. Ein Grund wurde nicht genannt. Jay-Z – bürgerlich Shawn Carter – sprach daraufhin von einem Sieg, dass die »unbegründeten, erfundenen und haarsträubenden Vorwürfe« fallen gelassen wurden. Diese Behauptungen seien für seine Familie traumatisch gewesen, schrieb der dreifache Vater damals in einer Mitteilung. Carter ist seit 2008 mit der Superstar Beyoncé verheiratet.
In einem Interview mit dem Magazin GQ sprach der Musiker nun ausführlicher über seine Gefühle nach dem Fall. »Diese ganze Sache mit der Klage … diese Scheiße hat mich viel Kraft gekostet«, sagte der 56-Jährige. »Ich war wütend – so wütend wie schon lange nicht mehr, eine unkontrollierbare Wut«, wird der Musiker zitiert.
Ein juristischer Vergleich sei für ihn damals nicht infrage gekommen, auch wenn das seinen Angaben zufolge »billiger« und »schneller« gewesen wäre. Das liege aber ihm nicht im Blut, wie er sagt. Als klar wurde, dass eine juristische Auseinandersetzung auf ihn zukommen würde, habe er als Erstes mit seiner Frau darüber gesprochen. »Ich wusste, welche Belastung das für unsere Familie bedeuten würde«, sagt Jay-Z.
Um diese Zeit durchzustehen, habe er sehr auf sein Umfeld geachtet: »Ich habe mir einen Kreis von Menschen aufgebaut, die mich wirklich lieben, mich nicht ausnutzen und sich um mein Wohlergehen kümmern.« So habe er viel Unterstützung erfahren – aber durch die Reaktionen mancher Menschen habe er auch viel über sie gelernt: »Wenn solche Dinge passieren, laufen die Leute weg. Es ist ihnen egal, was passiert ist. Sie wollen sich selbst retten.«

vor 2 Stunden
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