Iryna Mudra: Selenskyj-Vertraute muss in Untersuchungshaft

vor 49 Minuten 1

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Der bisherigen Vizechefin des ukrainischen Präsidentenbüros wird Geldwäsche vorgeworfen. Sie sitzt in Untersuchungshaft. Wolodymyr Selenskyj hatte sie bereits entlassen.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, 25. August 2026, 18:56 Uhr

Iryna Mudra Ukraine Geldwäsche Korruption Untersuchungshaft
Die frühere Vizechefin des ukrainischen Präsidialbüros, Iryna Mudra, verfolgt mit ihrem Anwalt eine Anhörung vor dem Obersten Antikorruptionsgerichtshof. Die Funktionärin wurde wegen Geldwäschevorwürfen in Untersuchungshaft geschickt. © Marianna Kotyk/​Photoshot/​picture alliance/​dpa

Wegen Geldwäschevorwürfen muss die einstige Vizechefin des ukrainischen Präsidentenbüros, Iryna Mudra, für 60 Tage in Untersuchungshaft. Dies ordnete der Oberste Antikorruptionsgerichtshof an. Videos zeigten, wie Mudra in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde für eine vorläufige Freilassung eine Kaution von umgerechnet rund 390.000 Euro festgelegt. Ursprünglich hatten die Ermittler nach Medienberichten eine Sicherheitsleistung in Höhe von umgerechnet 2,9 Millionen Euro gefordert. 

Die Verdächtige sagte übereinstimmenden Medienberichten zufolge, dass sie nicht über diese Summe verfüge. »Ich wende mich an Bekannte, Freunde und versuche die Mittel aufzutreiben«, zitierte das Internetportal Ukrajinska Prawda die Frau. Im Falle einer Kautionszahlung dürfe Mudra Kyjiw und das Umland nicht verlassen, müsse zu den Gerichtsterminen erscheinen und dürfe nicht mit Zeugen oder Geschädigten sprechen, hieß es.

Am Mittwoch vergangener Woche waren die Vorwürfe gegen Mudra und einen Ex-Parlamentsabgeordneten bekanntgeworden. Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ die Vizechefin seines Büros umgehend.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

Gesamten Artikel lesen