Schifffahrt in Straße von Hormus weiterhin stark reduziert
Trotz ausbleibender gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist die Schifffahrt in der Straße von Hormus weiterhin stark eingeschränkt. Wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, passierten am Donnerstag lediglich acht Schiffe die für den Welthandel wichtige Meerenge.
Während ein zeitweiliges Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA galt, herrschte auch für die Schifffahrt in der Region eine Phase gewisser Entspannung. Doch nach der erneuten Eskalation hätten sich etwa die Passagen von Frachtern für Trockengüter halbiert, schrieb der Schifffahrtsdienstleister AXS Marine. Dieser Rückgang habe »einen Großteil der nach dem Waffenstillstand im Juni verzeichneten teilweisen Erholung zunichtegemacht«.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch die USA von einer absehbaren Einigung für die Schifffahrt in der Straße von Hormus gesprochen. Der Iran verhandelt hierfür aktuell mit dem Oman, der ebenfalls an der Meerenge liegt.

Industrie-Spitzenverband sieht Wachstum durch Irankrieg weltweit gedämpft
Der Irankrieg belastet das Wachstum der Weltwirtschaft nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) erheblich. Die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung, die sich zum Jahresanfang eingestellt hatte, habe durch den Konflikt einen erheblichen Dämpfer bekommen, heißt es in einem globalen Wachstumsausblick des BDI.
Der BDI rechnet beim globalen Wachstum mit einem Rückgang um knapp einen halben Prozentpunkt auf drei Prozent. Hohe Investitionen in künstliche Intelligenz hätten eine noch stärkere Dämpfung verhindert. Ohne den Krieg hätten die Belebung der Nachfrage und der KI-Boom die Weltwirtschaft demnach vermutlich Richtung 3,3 bis 3,4 Prozent Wachstum anziehen lassen (2025: 3,2 Prozent).
Regionale Unterschiede gibt es beim Wachstum zuhauf: Während die USA laut BDI mit gut zwei Prozent zulegen dürften, werde Europa mit 0,8 Prozent eine Schwächephase durchlaufen. China werde voraussichtlich mit 4,6 Prozent vergleichsweise schwach zulegen.
Für Deutschland rechnet der Industrieverband nach einem guten zweiten Quartal mit einem realen Wachstum von 0,6 Prozent. »Die konsequente Umsetzung der Investitionsvorhaben und der Reformagenda bleibt vordringlich, um die Wachstumskräfte in Deutschland zu stärken«, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. »Die globalen Risiken und Unsicherheiten für Unternehmen bleiben hoch.« Sollten der Konflikt und die Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus weiter andauern, sei global mit einem noch deutlicheren Wachstumsrückgang zu rechnen. Die weltweite Inflation wird sich nach Einschätzung des BDI um gut einen Punkt auf über 4,5 Prozent erhöhen.
Israel weigert sich offenbar, Truppen aus weiteren Gebieten im Libanon abzuziehen
Israel weigert sich Berichten zufolge, seine Truppen aus weiteren Gebieten im Süden des Libanon abzuziehen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP nach Abschluss einer dreitägigen Verhandlungsrunde zwischen Vertretern Israels und des Libanon in Rom. AFP bezieht sich dabei auf Quellen im Umfeld des libanesischen Präsidialamtes. Demnach fordert Israel die volle Kontrolle der libanesischen Armee über die beiden ersten sogenannten Pilotzonen, bevor es sich aus weiteren Gebieten zurückzieht.
Den Quellen zufolge kamen die Gespräche zu keinen endgültigen Ergebnissen bezüglich der Pilotzonen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, die Gespräche seien »produktiv« gewesen und beide Seiten sich mit Blick auf die Ausweitung der Zonen »deutlich näher gekommen«.
Laut der Zeitung Ha’aretz, die sich auf eine israelische Quelle beruft, besteht Israel auf Inspektionen der Pilotzonen, um sicherzustellen, dass sich dort keine Kämpfer der Hisbollah-Miliz mehr befinden. Umstritten ist demzufolge, wer diese Inspektionen durchführen soll.
Die Zonen sind ein Ergebnis des Rahmenabkommens aus dem Juni. Damals hatten sich Israel und der Libanon auf eine Entwaffnung der Hisbollah, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon sowie die Entsendung der libanesischen Armee in die Region geeinigt. Dies sollte zunächst in zwei Pilotzonen erfolgen.

Saudi-Arabien befürchtet Angriffe der Huthi-Miliz
Berichten zufolge bereitet sich Saudi-Arabien auf mehrere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die jemenitischen Huthi-Rebellen vor. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthis planen, den Golfstaat »in sehr naher Zukunft« unter Anleitung von Irans mächtiger Revolutionsgarde anzugreifen.
Der saudische Beamte sagte laut CNN weiter, durch die geplanten Angriffe sollten Fortschritte in den Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs untergraben werden.

Huthi-Milizen greifen im Jemen und in Saudi-Arabien an
Im Jemen ist die Situation zwischen Huthi-Milizen und jemenitischen Soldaten eskaliert. Den staatlichen Angaben zufolge griffen die Huthi Militärlager der jemenitischen Regierung an, wobei mindestens 58 Menschen starben. Auch aus Saudi-Arabien wurden neue Angriffe der Huthi-Milizen gemeldet.
Die Angriffe waren nach Angaben des Militärs die folgenschwersten seit der Waffenruhe, die die Vereinten Nationen 2022 vermittelt hatten.
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Trump räumt Engpässe bei Munitionsbeständen ein
US-Präsident Donald Trump hat begrenzte Munitionsvorräte in bestimmten Bereichen eingeräumt. Zugleich sagte er, es gebe andere Bereiche, in denen die USA über nahezu unbegrenzte Bestände verfügten. Auf die Frage eines Reporters, warum seine Regierung in ihrem Haushaltsentwurf 21 Millionen US-Dollar für Munitionslager vorsehe, während Trump Berichte über Engpässe zuvor in sozialen Medien zurückgewiesen hatte, sagte der Präsident: »Wir brauchen ständig mehr.«
Trump stellt erneut Einigung mit dem Iran in Aussicht
US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Irankrieg »ziemlich bald« enden könnte. »Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können«, sagte er mit Blick auf den Iran vor Reportern im Oval Office. Trump hatte seit Kriegsbeginn Ende Februar bereits Dutzende Male ein baldiges Ende in Aussicht gestellt.
Auf die Frage, ob eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus erreicht worden sei, sagte Trump, er sei in Verhandlungen eingebunden. »Es könnte bald sein.« Auffällig war, dass der Präsident anders als an den Vortagen keinen Wochentag für ein mögliches Abkommen mehr nannte. Trump hatte diese Woche Hoffnungen geweckt, dass am Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtige Meerenge geöffnet werden könnte.
Verkehr in Straße von Hormus und Bab al-Mandab geht deutlich zurück
Der Schiffsverkehr durch die beiden für den Welthandel zentralen Meerengen von Hormus und Bab al-Mandab ist beinahe zum Erliegen gekommen. Durch die Straße von Hormus im Persischen Golf fuhren nach Schifffahrtsdaten des Analysehauses Kpler gestern nur zwei Schiffe, am Vortag waren es acht. Dabei handelte es sich um einen mit Kohle beladenen Frachter unter der Flagge Panamas, der in die Wasserstraße einfuhr, sowie um ein Frachtschiff unter der Flagge der Marshallinseln, das sie verließ.
Durch den Bab al-Mandab im Osten des Roten Meeres passierte den Daten zufolge gestern ein einziges Frachtschiff unter der Flagge der Bahamas. Am Vortag hatten die Analysten dort noch 20 Schiffe gezählt. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen teilte gestern mit, sie habe einen saudi-arabischen Öltanker vor der Hafenstadt Janbu am Roten Meer angegriffen. Ein weiterer Angriff habe einem saudi-arabischen Tanker im Golf von Aden gegolten. Für beide Angaben legte die Miliz keine überprüfbaren Belege vor, unabhängig verifizierbar sind sie bislang nicht. Die Huthis hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer verhängt.
Israelische Armee bestätigt Tod zweier Soldaten
Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass zwei ihrer Soldaten bei Gefechten im Südlibanon getötet wurden. Es handelt sich um die ersten israelischen Toten seit Inkrafttreten der brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Juni. Vier weitere Soldaten seien schwer verwundet worden, hieß es weiter. Israelische Medien hatten bereits gestern von den Todesfällen berichtet.
Die israelische Armee hatte gestern erneut Luftangriffe auf den Südlibanon gestartet, um auf angebliche Verstöße der Waffenruhe durch die Hisbollah zu reagieren. Zum ersten Mal seit Beginn der Waffenruhe forderte das israelische Militär Bewohner der Region dabei zur Flucht auf.
Öltankerbesatzung berichtet von Explosionen in Straße von Hormus
Die Besatzung eines Öltankers hat Explosionen in der Straße von Hormus gemeldet. Die britische Seefahrtbehörde UKMTO teilte mit, »der Kapitän eines Tankers hat gemeldet, während der Fahrt in der Straße von Hormus zwei Explosionen gehört zu haben«. Der Vorfall habe sich gut 15 Kilometer vor der Küste Omans ereignet. Der Tanker und seine Besatzung seien nicht betroffen.

Huthi-Miliz meldet weiteren Angriff auf saudischen Öltanker
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben erneut einen saudischen Tanker angegriffen. Der Öltanker Daisy sei im Golf von Aden mit ballistischen Raketen angegriffen worden, teilte Huthi-Sprecher Jahja Saree mit. Damit haben die Huthi nach eigenen Angaben seit der am 22. Juli angekündigten Seeblockade neun Handelsschiffe angegriffen.
Iran will für die Straße von Hormus hohe Transitgebühren erheben
Sollte es tatsächlich zu einem Abkommen zwischen dem Iran und dem Oman über eine neue Route durch die Straße von Hormus gekommen sein, könnte die iranische Regierung versuchen, hohe Gebühren für Schiffspassagen zu verlangen. Bislang haben sich beide Seiten aber nur nach Angaben aus Teheran geeinigt. Nach wie vor gibt es seitens des Oman keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen ebenfalls nicht daran beteiligt gewesen sein.

Iran will sich mit dem Oman auf Route durch die Straße von Hormus geeinigt haben
Der Iran hat eine neue Route für Schiffe durch die Straße von Hormus bekannt gegeben. Die geografischen Koordinaten für die Route seien gemeinsam mit dem Oman vereinbart worden, sagte Esmail Baghaei, Sprecher des iranischen Außenministeriums. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt, sagte der Sprecher weiter – »wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern«. Der Oman hat sich bisher nicht geäußert.
Der Iran und der Oman hatten über eine neue Route durch die seit Beginn des Irankriegs weitestgehend blockierte Straße von Hormus beraten. Die Meerenge ist für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel von großer Bedeutung.
Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom
Parallel zur erneuten Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz laufen in Rom Gespräche zwischen Regierungsvertretern Israels und des Libanon unter Vermittlung der USA. Bei den Gesprächen gehe es darum, »dass dauerhafte Sicherheit für beide Länder gewährleistet wird, Sicherheitsbedrohungen für Israel beseitigt werden und die staatliche Autorität des Libanon im gesamten Süden wiederhergestellt wird«, sagte Tommy Pigott, Sprecher des US-Außenministeriums.
Die Hisbollah ist nicht an den Gesprächen in Italien beteiligt. Ihr erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels, direkte Gespräche mit israelischen Vertretern lehnt sie ab.
Israel und die Hisbollah werfen sich regelmäßig gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Das jüngste Rahmenabkommen sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt.
Mindestens ein Toter nach israelischen Angriffen im Südlibanon
Bei den jüngsten israelischen Angriffen im Libanon ist mindestens ein Mensch getötet worden. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Zwölf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA soll der Angriff »das Dach eines Gebetsbereichs auf dem Friedhof in der Stadt Tibnin« getroffen haben.

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