Irankrieg: Israel attackiert Hotel in Beirut und Öllager in Teheran

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Die israelischen Angriffe im Iran und im Libanon dauern an, in Beirut starben mehrere Menschen. Der Iran beschoss neben Israel auch Saudi-Arabien, Kuewait und Bahrain.

Aktualisiert am 8. März 2026, 9:45 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, ,

 Nach israelischen Angriffen auf mehrere Öllager stieg über Teheran ein Feuerball auf.
Nach israelischen Angriffen auf mehrere Öllager stieg über Teheran ein Feuerball auf. © Atta Kenare/​AFP/​Getty Images

Israel hat in der Nacht ein Öllager in Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen aus der iranischen Hauptstadt, die einen großen Feuerball und dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee teilte mit, dass Irans Streitkräfte die angegriffenen Öltanks für ihre militärische Infrastruktur nutzen würden. Die iranische Revolutionsgarde bestätigte im Staatssender Irib die Bombardierung einer Raffinerie im Süden Teherans. 

Am Morgen teilte Israels Armee mit, man habe eine weitere Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.

Bei einem israelischen Angriff auf ein Hotel in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind in der Nacht libanesischen Angaben zufolge mindestens vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Nach Angaben der israelischen Armee handelte es sich um eine "präzisen Angriff" auf Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden. Diese hätten "Terroranschläge gegen den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung" geplant. Zugleich setzte Israel seine Angriffe gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Süden Beiruts fort.

Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran vor einer Woche, bei denen der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet wurde, ist auch der Konflikt zwischen der pro-iranischen Hisbollah im Libanon und der israelischen Armee wieder eskaliert.

Iran greift Kuwait, Saudi-Arabien und Bahrain an

Auch der Iran griff über Nacht erneut arabische Staaten in der Region an. Die Luftabwehr in Kuwait fing drei in den Luftraum eingedrungene ballistische Raketen ab und zerstörte sie, wie die Armee auf X mitteilte. Kurz zuvor waren laut dem Verteidigungsministerium des Landes Treibstofftanks des internationalen Flughafens von Kuwait Ziel von Drohnenangriffen geworden, die mehrere Brände auslösten.

Die Armee teilte mit, dass zivile Einrichtungen durch Trümmerteile infolge des Luftabwehreinsatzes beschädigt worden seien. Eine Drohne schlug im Gebäude der staatlichen Sozialversicherung in Kuwait-Stadt ein. Die Armee teilte zudem mit, sie habe drei in den Luftraum des Landes eingedrungene ballistische Raketen abgefangen.

Das Verteidigungsministerium von Saudi-Arabien teilte mit, dass über der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. Irans Präsident Massud Peseschkian hatte zuvor als Bedingung für eine Einstellung der Luftangriffe auf die Nachbarländer gefordert, dass von dort keine Attacken auf sein Land erfolgten.

⁠Auch in Bahrain bekämpfte der Zivilschutz nach ​einem iranischen Angriff einen Brand. Wie das Innenministerium des Landes mitteilte, war ​eine Einrichtung ‌in der Nähe ‌des Hafens von ​Salman Ziel des Angriffs.

Auch auf Israel flogen erneut iranische Raketen. Der israelischen Armee zufolge reagierte die Luftabwehr im Land am Morgen auf mindestens vier Angriffswellen binnen fünf Stunden. In weiten Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, darunter in den Großstädten Tel Aviv, Haifa und Beerscheba. Auch in den Grenzregionen zum Libanon im Norden des Landes ertönte Luftalarm.

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