iPhone 18 Pro: Analyst prognostiziert Preisschock von bis zu 300 US-Dollar

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Das iPhone 18 Pro könnte bis zu 300 US-Dollar im Preis steigen. Das sagt der Analyst Jeff Pu voraus. Der Fachmann von GF Securities, einer der größten chinesischen Wertpapier- und Investmentbanken, rechnet mit einem Preisschock, der auch die Nachfrage nach dem neuen Smartphone zügeln könnte.

Als Grund nennt Pu erwartungsgemäß die aktuelle Speicherkrise in der Technikbranche. Durch hohe Nachfrage von KI-Rechenzentrums-Betreibern sind sowohl Arbeitsspeicher als auch Festspeicher knapp und damit teuer geworden. Apple hat bereits für iPads, Macs, HomePods, das Apple TV und die Vision Pro die Preise erhöht – das iPhone hatte Apple zunächst ausgeklammert. Das iPhone blieb bislang davon erspart, doch die Anzeichen mehren sich, dass im Herbst die große Preiserhöhung folgt. In Japan hat Apple die iPhone-Preise bereits angehoben – vielleicht als eine Art Testmarkt, bevor die großen Herbst-Modelle erscheinen.

Pu geht aber noch weiter und sieht auch den erstmaligen Einbau eines Zwei-Nanometer-Chips als Kostentreiber an. Dessen Fertigung sei für Apple teurer als die der bisherigen Chips in Drei-Nanometer-Bauweise. Dies komme unglücklich mit der Speicherkrise zusammen und zwinge Apple dazu, die Preise anzuheben, wenn der Hersteller nicht auf Teile seiner Marge verzichten will. Pu hält Erhöhungen zwischen 250 und 300 US-Dollar für realistisch. Eine Komponentenanalyse von Counterpoint bestätigt diese Größenordnung: Allein die Teilekosten des iPhone 18 Pro Max sollen um bis zu 300 US-Dollar steigen.

Der günstigste Preis für ein neues iPhone dürfte damit von 1099 US-Dollar beim iPhone 17 Pro auf 1349 bis 1399 US-Dollar beim 18 Pro steigen. Der Einstiegspreis beim iPhone 18 Pro Max erhöhe sich analog von 1199 Dollar beim Vorgänger auf nunmehr bis zu 1499 US-Dollar. Tim Cook hatte die Preiserhöhungen als „unvermeidlich“ bezeichnet, nachdem Apple seine aktuellen Quartalszahlen vorgestellt hatte. Die waren eigentlich gut, doch der Ausblick fürs laufende Quartal liegt leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Insgesamt rechnen Marktbeobachter beim iPhone 18 Pro nur mit leichten Verbesserungen gegenüber dem 16 Pro und 17 Pro. Einen Überblick über die geplanten Neuerungen bei iPhone 18 Pro und 18 Pro Max – von der variablen Blende über den A20-Pro-Chip bis zur verkleinerten Dynamic Island – bietet unsere Zusammenfassung. Der höhere Preis bei gleichzeitig kleinem Zusatznutzen führe zu einer Nachfrage-Unsicherheit, analysiert Pu. Da Apples Aktie zuletzt eine überdurchschnittlich gute Entwicklung genommen hat, stufte er das Unternehmen von „Kaufen“ auf „Halten“ um. Pu hat offenbar neue Erkenntnisse gewonnen: Noch im Mai ging er davon aus, dass Apple das iPhone 18 Pro trotz steigender Speicherpreise nicht oder nicht deutlich teurer verkaufen wolle – eine Einschätzung, die auch ein Analystenbericht vom März gestützt hatte, der Apple eine Strategie der Preisstabilität zur Marktanteilsgewinnung zuschrieb.

(mki)

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