Nachdem es tagelang still war, meldet sich die russische Botschaft nun zu Wort: Russland habe mit der Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen nichts zu tun.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, edd Aktualisiert am 7. August 2026, 20:22 Uhr
Russland hat jegliche Verantwortung für den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen zurückgewiesen. Die russische Botschaft in Berlin schrieb in einer auf X verbreiteten Erklärung stattdessen von einer »neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland«.
»Unsererseits möchten wir hinzufügen, dass die größte Gefahr für Deutschland heute nicht von den immer wieder beschworenen ›hybriden Angriffen‹ Moskaus ausgeht, die es nicht gibt«, schrieb die Botschaft. Die eigentliche Gefahr liege vielmehr bei »Politikern, die mit bemerkenswertem Eifer Szenarien für einen baldigen Krieg mit Russland entwerfen und den deutschen Bürgern nahelegen, sich daran zu beteiligen«.
Mit solchen Berichten wollten europäische Politiker lediglich ihre Unterstützung für die Ukraine rechtfertigen, behauptete die russische Botschaft weiter. Bei den Mutmaßungen über einen russischen Anschlagsversuch handle es sich um eine »Provokation«, welche »ausschließlich den Interessen Kiews und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse« diene, hieß es in der Erklärung.
Sprengstoffdrohne nahe ukrainischer Frachtflugzeuge
Die Drohne war in der Nacht zum Mittwoch durch einen Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt worden. Der an ihr befestigte Sprengsatz wurde von Experten der Bundespolizei entschärft. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich am Mittwoch mit Vertretern von Polizei und Sicherheitsbehörden am Flughafen Leipzig über die Lage informiert. Er sprach danach von einem »neuen Bedrohungsszenario«, für welches hochprofessionelle Täter verantwortlich seien.
Dabei schloss er auch »fremde Mächte« als Drahtzieher nicht aus. Konkrete Akteure benannte er nicht, nach Einschätzung zahlreicher Sicherheitsexperten steckt Russland hinter dem Vorfall.

vor 1 Stunde
1











English (US) ·