Hockey-WM: Deutsche Männer drehen Rückstand in 62 Sekunden und stehen im Halbfinale

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Deutschlands Hockey-Männer stehen im Halbfinale der Weltmeisterschaft. Der Titelverteidiger setzte sich im letzten Zwischenrundenspiel im belgischen Wavre 4:2 (3:2) gegen Australien durch und ist damit nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Gruppe F zu verdrängen.

»Das ist der helle Wahnsinn. Das war unsere mit Abstand beste Leistung«, sagte Bundestrainer André Henning bei »MagentaSport«. Der Europameister benötigte nach der 1:2-Niederlage gegen Spanien einen Sieg, um aus eigener Kraft in die Runde der letzten Vier einzuziehen.

Zunächst hatten Hannes Müller (11. Minute) und Michel Struthoff (12.) mit ihren ersten Turniertoren den frühen Rückstand durch Blake Govers (3.) innerhalb von nur 62 Sekunden gedreht, ehe Justus Warweg (19.) im zweiten Viertel auf 3:1 erhöhte.

Der Halbfinalgegner steht noch aus

Australien verkürzte kurz vor der Pause durch Joel Rintala (30.) auf 2:3. Der Weltmeister nahm den Videobeweis, doch die korrekte Ausführung wurde bestätigt und Deutschland verlor damit sein Anrufrecht.

Im dritten Viertel verwandelte Hugo von Montgelas (40.) die dritte Strafecke zum 4:2, auch für ihn war es das erste WM-Tor. Im Schlussviertel erhöhten die »Kookaburras« noch einmal den Druck, aber die deutsche Defensive um Kapitän Tom Grambusch ließ nichts mehr zu.

Der Halbfinalgegner für den Freitagabend entscheidet sich erst am Montag zwischen Olympiasieger und Co-Gastgeber Niederlande sowie Argentinien, England und Indien.

Linnea Weidemann (hier im Gruppenspiel gegen Argentinien)

Linnea Weidemann (hier im Gruppenspiel gegen Argentinien)

Foto: Nordphoto / Memmler / IMAGO

Deutsche Spielerinnen bereits ausgeschieden

Für die deutschen Hockey-Frauen ist der Traum vom Halbfinale bei der WM in Belgien und den Niederlanden hingegen geplatzt. Das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman musste sich im ersten Spiel der Zwischenrunde Co-Gastgeber Belgien am Samstag 1:3 (0:1) geschlagen geben und hat damit keine Chance mehr, den für ein Weiterkommen notwendigen zweiten Platz in der Gruppe F zu erreichen.

Weil die deutschen Frauen ohne Punkte in die Zwischenrunde gingen, war der Druck vor dem Spiel gegeben. Am Ende war auch die Kulisse offenbar noch zu groß für das junge Nationalteam. »Ich glaube, dass die wenigsten von uns schon vor so einem lauten Stadion gespielt haben. Das hat uns meiner Meinung nach aus dem Konzept gebracht«, sagte DEB-Kapitänin Linnea Weidemann nach dem Spiel bei MagentaTV.

Vorbei ist die WM nach dem zweiten Zwischenrundenspiel gegen Spanien am Montag (17.00 Uhr, TV: MagentaTV) aber noch nicht. Die Dritt- und Viertplatzierten in den Gruppen der Zwischenrunde spielen ab Donnerstag die Gesamtplätze fünf bis acht aus.

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