heise+ | Forscher entwickeln Greifhandschuh für gelähmte Hand

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Mit einem Handschuh der TU München kann ein Patient mit seiner nahezu gelähmten Hand wieder zugreifen. Die Technik könnte vielen Betroffenen helfen.

(Bild: Astrid Eckert / TU München)

21.08.2026, 15:00 Uhr

Lesezeit: 5 Min.

  1. Forscher entwickeln Greifhandschuh für gelähmte Hand
    • Sehr wenige Muskelsignale genügen
  2. Kostengünstig und alltagstauglich entwickelt

Ein Patient mit weitgehend gelähmten Händen aufgrund von ALS (amyotropher Lateralsklerose) kann mit einem Handschuh wieder zupacken, willentlich und binnen Sekunden.

Die Forscher um Gordon Cheng an der Technischen Universität München haben ihr Soft-Hand-Exoskelett als ein kostengünstiges pneumatisches System aufgebaut. Mit Sensoren versuchen sie, aus Nervenimpulsen der Unterarmmuskulatur nicht exakte Bewegungsmuster abzulesen, sondern schlicht die Absicht vorherzusagen, dass der Patient mit der Hand greifen will.

Ihr Ansatz, Gelähmten per Exoskelett wieder eigenständige Bewegungen zu ermöglichen, gibt auch Patienten mit anderen Erkrankungen Hoffnung. Im Gespräch verriet Cheng, dass er den Ansatz auch auf andere Körperteile erweitern will. Ein Spin-off könne die Technik in Zukunft als relativ kostengünstige Hilfe breit auf den Markt bringen.

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