heise+ | Europäische Cloud 2026: Anspruch und Wirklichkeit digitaler Souveränität

vor 2 Tage 1
  1. Europäische Cloud 2026: Anspruch und Wirklichkeit digitaler Souveränität
    • EU-Anbieter vs. Guardrail-Modelle
  2. Relevante EU-Richtlinien
  3. Gaia-X, EuroStack und SECA
  4. IONOS und T-Systems
  5. Stärken europäischer Angebote
  6. Praxisleitfaden: Souveränität als Architekturaufgabe
  7. Ausblick: Telco-Edge-Cloud, CAIDA und souveräne KI
  8. Fazit

Digitale Dienste sind aus Wirtschaft und Verwaltung nicht mehr wegzudenken. Sie entstehen jedoch meist auf globalen Cloud-Plattformen. 2024 entfielen rund 70 Prozent des europäischen Marktes auf die US-Hyperscaler Amazon, Microsoft und Google (Synergy Research Group, 2025). Die europäischen Anbieter kamen zusammen nur auf etwa 15 Prozent. Gleichzeitig erhöhen geopolitische Spannungen, Lieferengpässe, steigende Hardware- und Energiepreise und ein Schub neuer EU-Verordnungen den Druck, die Kontrolle über Daten und Infrastrukturen zu sichern.

Mit dem Digital Networks Act (DNA) modernisiert die EU seit dem 21. Januar 2026 die Telekom-Regeln (EU-Electronic-Communications-Code, Radio-Spectrum-Programme und Teile der Open-Internet-Regelung), führt einen Single Passport für Netzbetreiber ein und harmonisiert Zugangsbeschränkungen. Auf dem Mobile World Congress im März 2026 verkündete die Kommission das 75-Mio.-Euro-Projekt EURO-3C, das bestehende nationale Netze zu einer gemeinsamen Telco-Edge-Cloud verbindet, Abhängigkeiten von Nicht-EU-Anbietern reduziert und Datenverarbeitung näher zu den Nutzern bringt.

Die Souveränität Europas entscheidet sich im Cloud-Zeitalter auch im Digitalen. Dieser Artikel ordnet Begriffe wie Sovereign Cloud und Gaia-X ein, analysiert die Anbieterlandschaft, vergleicht ihre Stärken mit den US-Hyperscalern und berücksichtigt neue Initiativen wie Digital Networks Act (DNA), Cloud and AI Development Act (CAIDA) und European Communication, Cloud and Computing Continuum (EURO-3C) der EU-Kommission. Wir skizzieren regulatorische Rahmenbedingungen, geben einen Praxisleitfaden zur souveränen Cloud-Architektur und wagen einen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Parallel dazu debattiert das Europäische Parlament über den Cloud & AI Development Act (CAIDA), in dem europäische Unternehmen eine klare Definition von Souveränität, Schutz vor ausländischem Zugriff und öffentliche Investitionen fordern. Vor diesem Hintergrund analysiert dieser Beitrag die Begriffe, Anbieter und Rahmenbedingungen der europäischen Cloud 2026 und zeigt Wege zu Sovereignty by Design.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Europäische Cloud 2026: Anspruch und Wirklichkeit digitaler Souveränität". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.

Gesamten Artikel lesen