heise+ | Biodrohnen: Wenn Tauben und Kakerlaken zu Spionen werden

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Elektronisch stimulierte Kakerlaken dienen im Bundeswehrtest und Tauben fliegen ferngesteuert im Feldversuch in Russland. Was können Biodrohnen künftig leisten?

(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)

28.04.2026, 10:00 Uhr

Lesezeit: 9 Min.

  1. Biodrohnen: Wenn Tauben und Kakerlaken zu Spionen werden
    • Ferngesteuerte Krabbler im Labor
    • Hilfstruppen der NATO?
  2. Soldaten schicken die Kakerlaken los
  3. Tauben als Langstreckendrohnen

Es klingt noch wie Science-Fiction, wird aber bereits militärisch erprobt: Tauben und Insekten bewegen sich elektronisch ferngesteuert ins Zielgebiet und erkunden die Lage. Sie können Ausrüstung transportieren, etwa Kameras, Sensoren, Peilsender, Medikamente oder Explosivstoffe.

Ein gut erforschtes Feld ist heute die Steuerung der Madagaskar-Fauchschabe, ein robustes Insekt mit einer Körperlänge zwischen 45 und 88 Millimeter. Aktuelle Feldversuche wie Mitte April dieses Jahres bei der Bundeswehr zeigen, was heute funktioniert – und vor welchen Hürden ferngesteuerte Schaben, sogenannte AutoBugs, im Ernstfall stehen.

  • Die Bundeswehr erprobt durch elektronische Impulse gesteuerte Kakerlaken mit sensorischer Ausrüstung.
  • Insekten als Grundlage für Biodrohnen gelten als skalierbare Technik; man kann sie leicht züchten und mit Steuerung und Kamera ausstatten.
  • Mit ferngesteuerten Tauben experimentiert ein Start-up in Russland – als Suchstaffeln oder Aufklärer.

Bei Polizeiarbeit und in der Katastrophenhilfe können Biodrohnen überwachen und zu Sucheinsätzen ausschwärmen. Doch sowohl Tempo und Steuerung als auch die ungefilterte Datenflut schaffen Probleme.

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