Zum wiederholten Mal ist ein Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein geplatzt. Weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten, erklärte ein New Yorker Richter das Verfahren zu Vorwürfen der Schauspielerin Jessica Mann für gescheitert. Die Jury sei »hoffnungslos festgefahren«, sagte Richter Curtis Farber, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.
Mann wirft dem heute 74-jährigen Weinstein vor, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben. Der ehemalige Produzent beteuert seine Unschuld: Der Sex mit der Schauspielerin sei einvernehmlich gewesen.
Dritter Anlauf im Prozess gegen Weinstein
Bereits im Juni 2025 war ein Prozess zu Manns Vorwürfen ohne Urteil zu Ende gegangen, weil sich die Geschworenen nicht einigen konnten. Im selben Verfahren hatte die Jury Weinstein wegen sexueller Nötigung der Produktionsassistentin Miriam Haley für schuldig befunden, ihn aber vom Vorwurf der sexuellen Nötigung des Models Kaja Sokola freigesprochen.
Mit Blick auf die Vorwürfe von Jessica Mann und Miriam Haley war Weinstein bereits 2020 in New York schuldig gesprochen worden. Die Urteile wurden aber 2024 aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben, die Fälle mussten deswegen neu aufgerollt werden.
Staatsanwalt Alvin Bragg zeigte sich angesichts des erneut gescheiterten Prozesses enttäuscht, dankte den Geschworenen aber für ihre Arbeit. »Seit fast einem Jahr kämpft Jessica Mann um Gerechtigkeit.« Ob das Verfahren zum vierten Mal neu aufgerollt wird, war zunächst unklar.

vor 1 Stunde
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