Friedrich Merz: Zu impulsiv? Diesmal nicht!

vor 1 Tag 3

Zu den Eigenschaften von Friedrich Merz, mit denen er sich als Kanzler selbst herausfordert, gehört sein Talent zur freien Rede. Merz, so geht diese Beobachtung, adressiert immer zunächst das Publikum, das gerade vor ihm sitzt, lässt sich impulsiv forttragen, mal zur Rührung, mal von der Wut, mal ins Unbedachte, wo er dann auf Kosten Dritter, die gerade nicht im Raum sind, einen polemischen Punkt macht. Und die das dann aber doch bald spitzkriegen und entsprechend irritiert sind.

Insofern liegt es aktuell nur allzu nahe, sich in kabarettistischer Pose vor die Stirn zu schlagen und dem deutschen Bundeskanzler diplomatische Unbedarftheit vorzurechnen: Merz wieder! Gefällt sich vor Schülern im Sauerland darin, den Irankrieg der USA und Israels schlechtzumachen, die USA gar »gedemütigt« zu nennen und ihnen vorzuwerfen, »keine Strategie« zu haben! Und wir zahlen jetzt alle die Zeche, wenn Strafzölle niedergehen und US-Truppen aus Deutschland abgezogen werden. Der impulsive Merz ruiniert die deutsche Konjunktur und gefährdet die europäische Sicherheit. Er ist, um dann auch noch diese feministische Pointe zu bringen, einfach zu emotional, um Kanzler zu sein. Na, schönen Dank auch!

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