Freitag: Milliarden für Musks Chipfabrik, Geständnis von Snowflake-Datendieb

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Für die erste Phase ihrer Terafab genannten Chipfabrik planen SpaceX und Tesla Investitionen in Höhe von 16,8 Milliarden US-Dollar. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der zunächst veranschlagten Gesamtkosten. Auch der geplante Standort steht nun fest. Es wird eine weitere Musk-Location in Texas. Derweil drohen einem Kanadier nach dessen Schuldbekenntnis 2 bis 30 Jahre Haft. Ihm wird Datendiebstahl beim US-Cloud-Anbieter Snowflake vorgeworfen. Damit hat er Cloud-Kunden wie AT&T und die vom Datenklau betroffenen Menschen um mehr als 2,5 Millionen Dollar erpresst. In Brasilien liefert das umstrittene BYD-Werk in Camaçari sein erstes Plug-in-Hybridauto aus. Dieses kann mit Strom, Benzin oder Ethanol betrieben werden. Das ist in dem Land besonders beliebt, denn Brasilien ist der zweitgrößte Produzent von Ethanolkraftstoff weltweit – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX und der US-Elektroautobauer Tesla werden in einer ersten Phase 16,8 Milliarden Dollar in den Bau des gemeinsamen Projekts „Terafab“ im US-Bundesstaat Texas investieren. Terafab soll einmal die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt werden, in der vorwiegend KI-Beschleuniger für Training und Inferenz gefertigt werden, aber auch Solarzellen und Speicherbausteine. Durch mögliche künftige Erweiterungsphasen könnte das Gesamtinvestitionsvolumen noch deutlich steigen. In einem im Mai eingereichten Antrag hatte SpaceX noch eine Anfangsinvestition in Höhe von 55 Milliarden Dollar für den Bau der Terafab vorgeschlagen, wobei sich der Gesamtbetrag auf 119 Milliarden Dollar erhöhen könnte: SpaceX und Tesla investieren zunächst 16,8 Milliarden Dollar in neue Terafab.

Der Diebstahl aus der „Snowflake Data Cloud“ mit anschließender Nutzung der Daten für Erpressungen im Jahre 2024 hat für den Täter weitreichende Folgen. Der 26-jährige Connor Riley M. aus Kanada hat die Vorwürfe jetzt eingeräumt und ein Geständnis abgelegt. Nun drohen ihm mindestens 2 Jahre Gefängnis wegen schweren Identitätsdiebstahls. Aufgrund des Datendiebstahls und der Erpressungen könnten es bis zu 30 Jahre werden, denn er hat die Cloud-Kunden und die von dem Datenklau betroffenen Personen um mehr als 2,5 Millionen Dollar erpresst. Dazu kommt fast eine halbe Million Dollar durch den Verkauf der Daten im Darknet. Das Strafmaß wird Ende Oktober gerichtlich festgelegt: Cyberkrimineller bekennt sich der Millionen-Erpressung von Cloud-Kunden schuldig.

Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat nach Millioneninvestitionen in Brasilien sein erstes in dem südamerikanischen Land gefertigtes Plug-in-Hybridfahrzeug auf den Markt gebracht. Der BYD Song Pro Super-Hybrid Flex Fuel ist seit Mittwoch bei Händlern in ganz Brasilien erhältlich. Das Hybrid-Modell kann mit Strom, Benzin oder Ethanol betrieben werden. Brasilien ist der zweitgrößte Produzent von Ethanolkraftstoff weltweit und setzt im Automobilbereich stark auf Biosprit-Modelle. Das Modell ist aktuell bereits das am vierthäufigsten in Brasilien verkaufte Auto. Die brasilianische BYD-Fabrik ist aufgrund angeblich „sklavenartiger Arbeitsbedingungen“ allerdings umstritten. BYD machte einen Subunternehmer für die Situation verantwortlich: In Brasilien rollt BYDs erstes Hybrid-Modell vom Band.

Forscherinnen und Forscher der Stanford University und des Arc Institute haben erstmals mit KI vollständige, lebensfähige Virusgenome entworfen. Einige der künstlich erzeugten Bakteriophagen übertrafen dabei sogar ihre natürlichen Vorbilder: Sie vermehrten sich schneller, verdrängten die natürliche Variante oder waren effektiver darin, die Wirtsbakterien abzutöten. Bakteriophagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien befallen. In der Medizin gelten sie seit Jahren als mögliche Waffe gegen antibiotikaresistente Keime, weil sie Bakterien gezielt abtöten können. Allerdings könnte das Training derselben Modelle mit Genomen menschlicher Krankheitserreger theoretisch Vorschläge für veränderte oder neue Pathogene hervorbringen, warnen Stanford und Arc Institute: KI entwirft lebensfähige Bakteriophagen.

In der heutigen Episode des c't Datenschutz-Podcasts nehmen wir mehrere aktuelle Entwicklungen im europäischen Datenschutz unter die Lupe. Zuerst geht es um ein Bußgeld der italienischen Datenschutzbehörde gegen die US-Firma Character Technologies, das wegen intransparenter Datenschutzhinweise, fehlender italienischer Übersetzungen, unklarer Rechtsgrundlagen und mangelhaftem Jugendschutz eher milde ausfiel. Ein weiteres Thema ist der transatlantische Datenverkehr. Da der US-Präsident FTC-Mitglieder auch ohne schwerwiegende Verfehlungen entlassen darf, gilt die FTC nicht mehr als unabhängige Behörde. Allerdings hatte sich der EuGH beim Datentransfer in die USA mehr am fehlenden Rechtsschutz gegen US-Geheimdienste als an der FTC gestört. Zudem besprechen wir die stockende Reform der EU-Digitalregeln in der Auslegungssache 165: Europas Datenschutz in Bewegung.

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(fds)

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