In der Literatur sind Pseudonyme keine Seltenheit. George Eliot war eine Frau, die hoffte, mit männlichem Autorennamen ernster genommen zu werden. Manchmal geht es auch darum, unterschiedliche Genres zu trennen (wie bei J.K. Rowling und Robert Galbraith). Oder um die Privatsphäre zu schützen wie bei Elena Ferrante.
Bestsellerautorin Freida McFadden hat mit Thrillern wie »The Housemaid« international ein Millionenpublikum erreicht, doch bisher kannte kaum jemand ihre wahre Identität. Jetzt hat die US-Schriftstellerin in einem Interview mit »USA Today« enthüllt, dass sie in Wirklichkeit Sara Cohen heißt und eigentlich Neurologin ist.
»Ich bin an einem Punkt meiner Karriere angelangt, wo ich das Geheimnis um mich leid bin. Ich bin es leid, dass Leute darüber debattieren, ob ich ein echter Mensch bin oder vielleicht auch drei. Ich bin eine Person aus Fleisch und Blut, und ich besitze eine echte Identität, und ich habe nichts zu verstecken«, sagte sie der US-Zeitung.
Jenseits des Literaturbetriebs beschäftigt sich McFadden mit Hirnerkrankungen. Sie habe sich das Doppelleben aufgebaut, um in Ruhe ihrer Arbeit im Krankenhaus nachgehen zu können. Ihre markante Brille von den Autorinnenbildern ist echt. Jedoch sei ihr Haar eine Perücke: »Ich habe keinen Schimmer, wie ich meine Haare stylen soll.«
Sie habe das Geheimnis wahren wollen, bis sie sich als Ärztin zurückziehen könne, damit ihre Arbeit als Ärztin nicht beeinträchtigt würde, sagte McFadden. Inzwischen arbeite sie nur noch selten als Medizinerin. Manche Menschen in ihrem Arbeitsumfeld seien bereits hinter ihr Geheimnis gekommen, aber hätten netterweise geschwiegen. »Inzwischen arbeite ich nur noch ein, zwei Mal im Monat.«
Den ungewöhnlichen Vornamen – Freida, nicht Frieda – hat sie aus ihrem bürgerlichen Beruf: FREIDA (eine Abkürzung für Fellowship and Residency Electronic Interactive Database Access) ist der Name einer Datenbank der Ärzteorganisation American Medical Association, wie die BBC berichtet .

vor 5 Stunden
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