EU-Migrationspolitik: Spanien will Abschiebung von Migranten aus Ceuta beschleunigen
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Eine Koordinierungsstelle soll Abschiebungen von Migranten ohne Schutzanspruch in Ceuta schneller organisieren. Die Regierung versichert, geltendes Recht einzuhalten.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
sko
25. August 2026, 18:53 Uhr
Artikelzusammenfassung
Spaniens Regierung drückt bei den Rückführungen aus Ceuta aufs Tempo. Nach der Ankunft Tausender Migranten aus Marokko Ende Juli hat das Kabinett eine zentrale Koordinierungsstelle unter Leitung von Territorialminister Ángel Víctor Torres eingerichtet, die den Behördenapparat und die Verwaltung der Exklave enger verzahnen soll – klassisches Krisenmanagement mit bürokratischem Turbo. Im nächsten Schritt sollen die verbliebenen Menschen identifiziert und ihre Asyl- oder Schutzansprüche geprüft werden, bevor Madrid jene ohne Bleibeperspektive möglichst zügig abschiebt. Torres betont dabei die Priorität der »Rückkehr und Rückführung« möglichst vieler Betroffener, auch Minderjähriger, flankiert von dem fast schon obligatorischen Hinweis, Rechtsstaat und Menschenrechte würden selbstverständlich eingehalten. Brisant bleibt, dass gerade unbegleitete Minderjährige offenbar besonders häufig in Ceuta geblieben sind – und damit aus einer migrationspolitischen Push-Nachricht schnell ein heikler Stresstest für Europas Grenzregime wird.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Die spanische Regierung will nach der Ankunft Tausender Migranten aus Marokko Ende Juli ihre Rückführung aus der Exklave Ceuta beschleunigen. Dazu habe das Kabinett die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle unter Leitung von Territorialminister Ángel Víctor Torres beschlossen, sagte Regierungssprecherin Elma Saiz. Ziel sei eine schnelle Abschiebung von Migranten ohne Aussichten in Spanien.
Die Stelle soll dem Kabinett zufolge die Zusammenarbeit der staatlichen Behörden und der Verwaltung Ceutas enger koordinieren. Die auf Ceuta verbliebenen Migranten müssten identifiziert und ihr Anspruch auf Asyl oder anderweitigen internationalen Schutz geprüft werden. Priorität habe die »Rückkehr und Rückführung der größtmöglichen Zahl von Menschen, Erwachsenen und Minderjährigen« ohne Schutzanspruch, sagte Torres. Dabei müssten die Rechtsordnung und die Menschenrechte eingehalten werden. Unbegleitete Minderjährige unterliegen etwa besonderen Schutzvorschriften, von diesen blieben Medienberichten zufolge besonders viele in Ceuta zurück.