Kurz nach Beginn indirekter Atomgespräche mit dem Iran bauen die USA ihre Präsenz in Nahost aus. Ein weiterer Flugzeugträger soll auf dem Weg in die Region sein.
13. Februar 2026, 8:39 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, lgi
Die USA schicken US-Medienberichten zufolge einen weiteren Flugzeugträger in den Nahen Osten. Die U.S.S. Gerald R. Ford sei auf dem von der Karibik in die Region, berichten unter anderem die New York Times und der Sender CBS. Das Schiff ist der modernste Flugzeugträger der US-Marine und war an der Militäraktion zur Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar beteiligt gewesen. Der Flugzeugträger soll bis mindestens Ende April im Nahen Osten bleiben.
US-Präsident Donald Trump erhöht damit den Druck auf den Iran, mit dem er ein neues Atomabkommen schließen will. Zuletzt fanden dazu indirekte Gespräche zwischen Vertretern der USA und dem Iran im Oman statt.
Die USA hatten ihre militärische Präsenz im Nahen Osten und der Golfregion über die vergangenen Wochen unter anderem mit dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln deutlich verstärkt. Auch weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader befinden sich nach Informationen des Wall Street Journal bereits in der Golfregion.
US-Militär bestellt neue bunkerbrechende Bomben
Laut dem US-Verteidigungsministerium will das Militär außerdem neue bunkerbrechende Bomben vom Typ GBU-57 bestellen. Das sei nötig, um die Lage wieder aufzufüllen. Die Bomben waren beim US-Militärschlag gegen iranische Atomanlagen im Juni 2025 zum Einsatz gekommen. Der mit einem GPS-System präzisionsgelenkte Bunkerbrecher ist rund sechs Meter lang und 13,6 Tonnen schwer. Aufgrund ihrer Dimensionen und des hohen Gewichts kann die Bombe nur von Tarnkappenbombern des Typs B-2 abgeworfen werden, über die ebenfalls nur das US-Militär verfügt. Unklar ist, bis wann die neuen Bomben geliefert werden können.
Trump drohte dem Iran zuletzt, ein Scheitern der Atomgespräche werde "sehr traumatisch" sein. Er strebe ein Abkommen innerhalb des kommenden Monats an. "Es sollte schnell gehen. Sie sollten sehr schnell zustimmen", sagte Trump.
Der Iran ist zur Begrenzung seines Atomprogramms bereit, betrachtet ein komplettes Ende des Programms aber als rote Linie. Auch Verhandlungen über das heimische Raketenprogramm schloss Irans Regime zuletzt kategorisch aus. Es erhofft sich von Verhandlungen eine Aufhebung der harten Sanktionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung.

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