Nächsten Monat ist Schluss mit dem Google Assistant auf Android-Smartphones und Smartwatches mit Wear OS. Dann übernimmt Gemini die persönliche Assistenz. Das hatte Google bereits vor fast anderthalb Jahren angekündigt, aber nach etlichen Verzögerungen ist es im September so weit. Weniger KI will dagegen Snap und verbannt Videos, die komplett KI-generiert sind, aus seinem TikTok-Klon Spotlight. Das soll „authentische Kreativität belohnen“. KI-bearbeitete Videos werden aber toleriert, wobei Snap zugibt, dass KI-Erkennung von KI-Videos fehlerhaft sein kann. Derweil sprechen wir im Digital-Health-Podcast über Gesundheitsdaten, die von Apps verarbeitet werden. Doch wer kontrolliert sie? Die Diskussion rankt sich um die Macht der Anbieter und die Grenzen der Einwilligung – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Google wird den Google Assistant ab 4. September 2026 nicht mehr auf Smartphones und anderen Mobilgeräten mit Android oder Wear OS anbieten. Dieser wird ersetzt durch den KI-Assistenten Gemini, mit dem Handys nach Ansicht des Konzerns intelligenter und nützlicher werden. Bislang hatten Nutzer die Wahl, ob sie den Google Assistant oder Gemini als persönlichen Assistenten verwenden. Dies wird nächsten Monat entfallen, wenn der Google Assistant verschwindet. Dann erreichen Nutzer mit den Worten „Hey Google“ nur noch Gemini. Das betrifft auch mit dem Handy verbundene Geräte wie Smartwatches und Kopfhörer. Ausnahmen gibt es nur bei Fahrzeugen, die bereits Google vorinstalliert haben: Der Google Assistant auf Mobilgeräten wird im September endgültig abgeschaltet.
Schluss mit KI macht hingegen Snapchat, zumindest bei Videos. Seit Monatsbeginn möchte Snap in seinem Snapchat-Videofeed namens Spotlight keine Videos mehr zeigen, die komplett KI-generiert sind. Spotlight ist Snaps Antwort auf TikTok. Das Angebot in der Messaging-App Snapchat besteht aus einer endlosen Abfolge vertikaler Videoclips, unterbrochen durch Werbung. Im Unterschied zu TikTok gibt es keine öffentlichen Kommentare, und Snapchat-User müssen ihre Videos ausdrücklich für Spotlight freigeben. In bestimmten Ländern winken fleißigen Uploadern finanzielle Ausschüttungen. Allerdings lässt Snap weiter Videos zu, die mittels KI bearbeitet worden sind. Zudem weiß das Unternehmen, dass die KI-Erkennung von KI-Videos unzuverlässig ist: Snap verbannt KI-Videos aus Snapchat Spotlight.
Gesundheitsdaten gelten als besonders sensibel. Trotzdem führen immer mehr Wege in die Versorgung über Apps, Plattformen und digitale Dienste. KI soll Arztgespräche dokumentieren, Praxisabläufe vereinfachen und Krankenkassen helfen, Versorgungsverläufe und Kosten auszuwerten. Doch wer kontrolliert diese Daten – und was passiert, wenn sie in immer mehr Systemen, bei Plattformen oder großen Cloud-Anbietern zusammenlaufen? Im Digital-Health-Podcast besprechen wir, warum individuelle Einwilligungen bei komplexen Datenflüssen an Grenzen stoßen. Viele Menschen wollten zwar, dass ihre Daten der medizinischen Forschung zugutekommen. Oft sei aber kaum nachvollziehbar, wofür sie später genutzt werden könnten im Sinne von Digital Health: „Viele Leute interessieren sich einen Scheiß für ihre Daten“.
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„Cloudflare OS“ heißt ein neues, von Cloudflare aufgelegtes Open-Source-Projekt, das als modellunabhängige Arbeitsumgebung für KI-Agenten in Unternehmen konzipiert ist. Der Betreiber eines Content Delivery Networks hat Cloudflare OS zunächst für den internen Gebrauch erstellt und gibt es jetzt für Dritte frei. Entgegen dem Namen handelt es sich nicht um ein Betriebssystem für Computer, sondern um eine Plattform, auf der Daten, KI-Agenten, Anwendungen und andere Ressourcen in kontrollierter Weise zueinanderfinden sollen. Idealerweise soll Cloudflare OS von allen Mitarbeitern eines Unternehmens eingesetzt werden, damit möglichst alles Wissen sowie alle Daten, Anwendungen und KI-Agenten allen zur Verfügung stehen: Cloudflare OS als Arbeitsumgebung für KI-Agenten in Unternehmen.
In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem die Pläne der EU, mit dem Smart-and-Bidirectional-Charging für alle neuen E-Autos zur Pflicht werden soll. Ist eine solche Pflicht technisch schon reif, oder kommt sie zu früh vor der Standardisierung? Zudem diskutieren wir das drohende Verbot der Meta Smart Glasses, da diese laut Datenschützern als getarnte Kamera einzustufen ist. Reicht das kleine Aufnahme-Lämpchen als Kennzeichnung aus, oder ist ein Verbot die einzig konsequente Antwort? Für Internet-Veteranen interessant ist das Comeback von ICQ, nachdem ein entsprechender Windows-Client veröffentlicht wurde. Doch lohnt sich Nostalgie trotz ungeklärter Sicherheitsfragen? Darum geht es heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: E-Autos als Energiepuffer, Smart-Glasses-Verbot, ICQ-Comeback.
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Auch noch wichtig:
- In Tests hat Lockheed Martin Live-Sensordaten bei der Erprobung autonomer Flugsoftware verwendet. Der X-62A Vista Jet leitete selbstständig Abfangmanöver ein: X-62A-Kampfjet erledigt autonom 27 KI-gesteuerte Abfangmanöver.
- Plane 1.4.0 bringt schlanke REST-APIs für Listenansichten und eine neue Übersetzungsarchitektur. Auch Webhooks und die Barrierefreiheit wurden verbessert bei Plane: Update der Open-Source-Alternative zu Jira.
- Ein KI-Modell von Anthropic versuchte, eine Schwachstelle in Software einzuschleusen und manipulierte Menschen per E-Mail. Es ist eine weitere KI-Attacke: Modell schleust Schwachstelle ein und manipuliert Menschen.
- Apple plant auf längere Sicht eine Überarbeitung seiner Smartwatch-Formfaktoren. Doch bis dahin könnte es noch dauern. Das steht für den kommenden Herbst an: Was Apple mit Apple Watch Series 12 und Ultra 4 plant.
- Der Gardena Haus- & Gartenautomat 5000 SilentComfort bietet smarte Gießautomatiken ohne Umweg übers Internet – aber nicht so komfortabel leise wie versprochen: Gardena-Pumpe für smarte Bewässerung ohne Internet im Praxistest.
- Trotz hoher Akzeptanz und CO₂-Einsparungen fordern Preiserhöhungen und regionale Lücken beim Deutschlandticket Tribut. Auf einen Sozialtarif drängen Forscher: Deutschlandticket bleibt stabil, Preissensibilität wächst deutlich.
- Die Erwartungen waren groß, erfüllten sich aber nicht: Der Einschlag der Falcon-9-Oberstufe war nicht zu sehen. Auf mögliche Bilder werden wir warten müssen: Falcon-Oberstufe ist mutmaßlich auf dem Mond eingeschlagen.
- Das Konsortium um den saudischen Staatsfonds PIF hat die Übernahme von Electronic Arts abgeschlossen. EA ist nicht mehr börsennotiert: Übernahme von Electronic Arts durch Saudi-Arabien ist durch.
- Gestohlene Kabel an Schnellladestationen verursachen Ärger und Kosten. Der Kölner Betrieb TankE schützt seine Kabel: TankE sichert CCS-Ladekabel gegen Diebstahl.
- Besitzer älterer Tesla-Modelle mit HW3-Computer berichten von Überhitzungen der Recheneinheit bei Nutzung der neuen FSD-Software. Tesla schweigt bislang dazu: Tesla-Nutzer berichten von ECU-Überhitzung bei FSD-Nutzung.
- Die Kurzbefehle-App kann helfen, ein vermisstes iPhone zu finden. Dank Automatisierungen macht es ein Foto und versendet es samt Orts- und Gerätedaten per Mail: Indizien sammeln per Kurzbefehl wenn iPhone weg.
(fds)











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