Die EchoStar-Tochter Hughes Satellite Systems stellt in den Vereinigten Staaten einen freiwilligen Insolvenzantrag nach Chapter 11 und peilt eine finanzielle und operative Neuaufstellung an. Nach einem Urteil des US Supreme Court, das die Macht des US-Präsidenten gegenüber US-Bundesbehörden stärkt, verlangt der Europäische Datenschutzausschuss eine Überprüfung der Voraussetzungen für transatlantische Datentransfers. Und ein Gericht kippt die Drossel-Klausel in den 1&1 Unlimited-Tarifen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Der letzte Quartalsbericht des US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmens EchoStar ließ die Schwierigkeiten schon erahnen. Einige der Tochtergesellschaften verfügten nicht über die erforderliche Liquidität und nötigen Einnahmen, um ihre Zahlungsverpflichtungen in den nächsten zwölf Monaten zu erfüllen, hieß es da. Zudem verzeichnete EchoStar im zweiten Quartal einen spürbaren Rückgang der Abonnentenzahlen in den Bereichen Pay-TV, Mobilfunk und Breitband. Kurz vor Fälligwerden einer Schuldenzahlung in Milliardenhöhe hat die EchoStar-Tochter Hughes Satellite Systems nun in den USA Insolvenz angemeldet und Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Dies soll eine geordnete Umstrukturierung des Unternehmens ermöglichen. Hughes: Satelliten-Internet-Sparte von EchoStar meldet Insolvenz an
Das noch zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung unter Präsident Joe Biden ausgehandelte Abkommen über den Transfer personenbezogener Daten in die USA hebt ausdrücklich auf die Unabhängigkeit von US-Bundesbehörden wie der Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) ab. An dieser Unabhängigkeit aber haben Datenschützer in der EU zunehmend Zweifel. Nach einem Erkenntnis des US Supreme Court, das dem US-Präsidenten weitreichende Befugnisse bei der Besetzung von Spitzenposten in Bundesbehörden einräumt, fordert der Europäische Datenschutzausschuss eine Neubewertung des Abkommens. EU-Datenschützer: Auswirkungen von US-Urteil auf Datentransferabkommen klären
Der Telekommunikationsanbieter 1&1 hat sich in den Geschäftsbedingungen das Recht eingeräumt, die Datenübertragung in unlimitierten Mobilfunktarifen bei „unüblichem Verbrauchsverhalten“ zu drosseln. Bei einem erneuten Überschreiten nach Hinweis an die Kunden sollte zudem eine außerordentliche Kündigung möglich sein. Allerdings blieb in den Vertragsbedingungen offen, wann genau derartiges Verhalten vorliegt. Nach einer Klage der Verbraucherzentrale NRW erklärte das Oberlandesgericht Koblenz nun die entsprechende Vertragsklausel für unzulässig. 1&1: Gericht kippt Drossel-Klausel in Unlimited-Tarifen
Untersuchungen zum Einfluss digitaler Medien auf Minderjährige leiden häufig unter methodischen Schwächen. Meist basieren sie auf Befragungen zu einem einzelnen Zeitpunkt und können Ursache und Wirkung nicht klar unterscheiden. In einer in der Fachzeitschrift Nature Human Behaviour erschienenen Längsschnittstudie weisen Forscher der Universitäten Milano-Bicocca und Brescia nun nach, dass der frühe Zugang zu TikTok, Instagram, Snapchat & Co zu messbaren und dauerhaften Leistungseinbußen in der Schule führt. Studie weist Auswirkungen von Social-Media-Nutzung auf Schulleistungen nach
Bereits im Juni brach schon einmal eine Maleware-Angriffswelle via Arch User Repositorys (AUR) über die Linux-Distribution Arch Linux herein. Hunderte AUR-Paketbeschreibungen wurden mit Passwort-Stehlern verunreinigt, die dann auf Arch-Linux-Rechnern installiert wurden. Jetzt sind Arch User Repositorys erneut Einfallstor für Malware. Nutzer sollten vorübergehend auf die AUR-Nutzung verzichten. Doch das reichte nicht. Daher gibt es vorerst überhaupt keine Updates für AUR. Neue Malware-Welle: Arch Linux blockiert AUR-Updates
Auch noch wichtig:
- Audi lässt den A2 als Elektroauto wiederaufleben. Eine Fahrt in einem Vorserien-A2 e-tron wirft die Frage auf, ob der A2 als E-Auto seinen hohen Preis wert ist. Erste Fahrt im Audi A2 e-tron: Retro-Design für moderne Elektroauto-Technik
- OpenAI senkt die Tokenpreise für zwei seiner drei Modelle aus der GPT 5.6-Reihe. Sie rangieren damit auf Preisniveaus der chinesischen Konkurrenz. OpenAI senkt Tokenpreise auf Chinaniveau
- Apple reagiert auf die Flut KI-generierter Sicherheitsmeldungen und begrenzt die Einreichungen pro Person. KI-generierte Bugs: Apple zieht die Notbremse
- Rechenzentren im Weltraum müssen anders aufgebaut sein als auf der Erde. Das Start-up Sophia Space hat ein Konzept dafür entwickelt. Sophia Space und Caltech entwickeln modulare Weltraumrechenzentren
- Die EU will bidirektionales Laden für neue E-Autos ab Ende 2027 einführen und Netzentgelte reformieren. Fossile Importe sollen um 260 Milliarden Euro jährlich sinken. EU-Elektrifizierungsplan mit Vorschlag für V2G-Pflicht für neue E-Autos
- Der Kongo ist der größte Kobaltproduzent. Das Erz enthält Uran, das mit exportiert wird. Die Mengen könnten beträchtlich sein, was damit geschieht, ist unklar. US-Forscher enthüllen nicht deklarierte Uran-Exporte aus dem Kongo
- Das iPhone 18 Pro könnte laut Analyst Jeff Pu bis zu 300 US-Dollar teurer werden. Grund sind steigende Speicherpreise und die Kosten für neue 2-Nanometer-Chips. iPhone 18 Pro: Analyst prognostiziert Preisschock von bis zu 300 US-Dollar
- Disney+ streamt in Deutschland wieder in 4K UHD. Die Änderung ist aber noch nicht auf allen Endgeräten angekommen. HDR lässt außerdem noch auf sich warten. Disney+ weicht dem Patenturteil technisch aus: 4K kehrt zurück, HDR noch nicht
- Die Fritzbox 5630 ist bei ersten Händlern verfügbar. Sie ist das neue Glasfaser-Basismodell der aktuellen Generation. Fritzbox 5630: Neues Glasfaser-Basismodell jetzt verfügbar
- Im globalen KI-Wettlauf legt China nach. Alibaba stellt mit Qwen3.8-Max ein neues Modell vor, das mit führenden US-Systemen mithalten soll. Qwen3.8-Max: Alibabas KI-Modell fordert US-Spitzenreiter
- Wer mit der Deutschen Bahn reist, steht vor einem undurchsichtigen Preissystem. Eine Langzeitstudie von Verbraucherschützern offenbart das Ausmaß der Kursschwankungen. Tarifdschungel auf Schienen: Wie stark die Preise bei der Bahn schwanken
- Sono Motors hat den Betrieb eingestellt und ist erneut insolvent. Das B2B-Solargeschäft samt geistigem Eigentum steht nun zum Verkauf. Sono Motors eröffnet Insolvenzverfahren – IP-Portfolio zum Verkauf
(akn)












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