Deutschland: Umfrage zeigt positives, aber machtloses Image in arabischen Ländern

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Am niedrigsten ist die Zustimmung für Berlin in den palästinensischen Gebieten mit 38 Prozent. Dennoch werde Deutschland »nicht als eindimensionaler Verbündeter Israels wahrgenommen«, wie die Studie ergab. Die deutsche Politik in der Region wird primär mit wirtschaftlichen Interessen verbunden und weniger als wertegeleitet wahrgenommen. Die besondere Beziehung Deutschlands zu Israel spielte insgesamt eine kleinere Rolle, wurde aber im Westjordanland (22 Prozent) und im Gazastreifen (15 Prozent) vergleichsweise häufig als Faktor genannt.

Indes ist bemerkenswert, dass Israel in fast allen Ländern – Marokko ausgenommen – als »größte Bedrohung« für die Sicherheit in der Region gesehen wird. Iran werde ebenfalls kritisch beäugt, jedoch nicht als Hauptaggressor wahrgenommen.

Deutschland beliebt, aber ohne Einfluss

Auffällig in der Umfrage ist vor allem eine Kluft: Deutschland gilt zwar vielerorts als sympathisch, wird aber nur selten als einflussreicher Akteur wahrgenommen. Ähnlich sieht es beim Vergleich von Europa in der Welt aus. Die Länder in der Europäischen Union werden überwiegend positiv gesehen und gleichzeitig mit wenig regionalem Einfluss verbunden.

Auch China gilt nicht als besonders einflussreich, wobei die Zustimmungswerte sehr hoch ausfallen, womöglich auch aufgrund der breiten wirtschaftliche Investitionen. Das Stimmungsbild Russlands scheint hingegen deutlich ambivalenter: In Marokko sehen das Land 61 Prozent positiv, in Syrien nur 29 Prozent. Auch die USA haben in Marokko die höchste Zustimmung (64 Prozent), mehrheitlich liegt sie aber bei unter 50 Prozent.

Als mächtige Player in der Region gelten der Umfrage zufolge Saudi-Arabien, Katar und die Türkei, in allen befragten Ländern. Die Umfrage wurde vom 8. Mai bis 3. Juli 2026 in Marokko, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien und den palästinensischen Gebieten durchgeführt. Insgesamt wurden 8475 Menschen – rund 1200 pro Land – telefonisch zu politischen Haltungen, wirtschaftlichen Erwartungen sowie regionalen und internationalen Fragen befragt.

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