Deutsche Umwelthilfe: Fast eine Million Stadtbäume in Deutschland verschwunden

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Offenburg und Mannheim: »Hitze-Hotspots«

Besonders kritisch bewertet die Umwelthilfe die Situation in Offenburg und Mannheim. Die beiden Städte werden in der Untersuchung als Hitze-Hotspots eingestuft. Positiv hervor hebt die Organisation dagegen lediglich Kiel und Wuppertal.

Insgesamt fällt die Bilanz der Untersuchung ernüchternd aus: 149 der 195 untersuchten Städte erhielten eine »Gelbe Karte«. Nur sieben Kommunen erreichen nach Angaben der DUH einen Baumbestand von mindestens 30 Prozent. Dieser Wert gilt als wissenschaftlich empfohlener Richtwert für die sogenannte Baumbeschirmung. Zu den Städten, die diesen Wert erreichen, zählen auch Hamburg und Berlin.

Die Umwelthilfe verweist auf die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitze. Stadtbäume könnten die Temperaturen auf Gehwegen um bis zu zwölf Grad senken. Angesichts der steigenden Zahlen hitzebedingter Todesfälle fordert die Organisation verbindliche Vorgaben für mehr Stadtgrün bei Neubauten und Sanierungsprojekten.

Kritik richtet die DUH auch an die Bundesregierung. Hitzeschutz müsse stärker in der Stadtplanung verankert werden, etwa im Umfeld von Kitas, Schulen und Krankenhäusern. Andernfalls drohten vielerorts zunehmend aufgeheizte und lebensfeindliche Stadträume.

Als Orientierung empfiehlt die Organisation die sogenannte 3-30-300-Regel: Von jeder Wohnung aus sollten mindestens drei Bäume sichtbar sein, die Umgebung sollte einen Baumbestand von 30 Prozent aufweisen, und die nächste Grünfläche sollte höchstens 300 Meter entfernt liegen.

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