Dänemark verschärft Prüfungen wegen KI-Betrugsverdacht

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Rund 9000 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe verfassen jährlich eine umfangreiche Hausarbeit, bekannt als »Større skriftlige opgave«, die sie nun mündlich verteidigen müssen. Das Ministerium kündigte an, mit den Schulen darüber zu sprechen, wie die Maßnahme gut umgesetzt werden kann.

Das Ganze ist Teil eines Pakets, das sofort in Kraft tritt, wie Bildungsminister Magnus Heunicke mitteilte. Das neue Schuljahr in Dänemark beginnt kommende Woche. »Leider haben wir ein Problem mit KI-gestütztem Betrug an Gymnasien«, sagte er. »Jetzt muss gehandelt werden.«

Drei Sofortmaßnahmen sollen KI-Betrug frühzeitig eindämmen

Insgesamt beinhaltet das Paket drei konkrete Maßnahmen. Neben der mündlichen Verteidigung der Hausarbeiten werden weiterführende Schulen dazu verpflichtet, Überwachungssoftware einzusetzen, wenn Prüfungen am Computer abgelegt werden. Sie müssen demnach Firewalls installieren, um den Zugriff auf das Schulnetzwerk während Prüfungen und Unterricht zu filtern.

Die dritte Maßnahme ist ein Appell an die Schulen, die Schüler zu ermutigen, ihre schriftlichen Hausaufgaben »unter kontrollierten Bedingungen in der Schule« zu erledigen. Sie sollen lernen, dass die Nutzung von KI ihnen selbst schadet. So können Lehrkräfte »den Arbeitsprozess der Schüler zu verfolgen, relevantes Feedback zu geben und eine genauere Grundlage für die Bewertung zu schaffen«.

Künstliche Intelligenz stelle eine zunehmende Herausforderung für Unterricht und Prüfungen dar, so das Bildungsministerium. Man erhoffe sich von den neuen Maßnahmen klarere Richtlinien dafür, wann Schülern die Nutzung von KI untersagt ist. Die Regierung erarbeite außerdem eine umfassende nationale Strategie für den Einsatz von KI im gesamten Bildungssektor.

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